Metabolische Flexibilität

#1 von H_D , 14.10.2015 19:27

Da Chris es in seinem Guide angesprochen hat, würde mich mal interessieren wie flexibel ein Stoffwechsel sein kann.

Gerade im Bereich Bodybuilding/Crossfit gibt es ja teilweise die Empfehlung sich ketogen bzw. proteinbetont zu ernähren und Carbs nur vor und nach dem Training zu essen, da der Körper dann im Training vom ansonsten fettadaptierten Zustand auf die Verbrennung von Carbs setzt.

Mich würde jetzt mal interessieren wie flexibel ein Stoffwechsel wirklich ist und wie schnell er vom bevorzugten Energieträger (in dem Fall Fett) auf Carbs "switcht"? Chris schreibt ja auch, dass Fett die Glucose-Oxidation unterdrückt und umgekehrt. Wenn ich z.B. auf eine ketogene Ernährung wechsle, dann dauert es ja immer 2-3 Tage, bis man das Gefühl hat man läuft wieder rund. Würde daher ein Ketotag überhaupt etwas bewirken außer dem (teilweisen) Entleeren der Glykogenspeicher?

Ich glaube Eikelmeier hat ja zuletzt auch mal irgendwo 1-2 Ketotage empfohlen gefolgt von Tagen mit hohen Carbmengen.

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RE: Metabolische Flexibilität

#2 von MadRichie , 14.10.2015 21:41

Würde mich auch mal interessieren, ich mach zurzeit 2 Tage / Woche moderat LowCarb, Ziel <60g KH, weniger ist mir zu aufwändig. Rest der Woche eher Highcarb. Mir hilfts beim Bauchumfang reduzieren, der Erfolg ist wirklich messbar ob ich die 2 Tage die Woche mache oder nicht...
Metabolische Flexibilität konnt ich ja leider nicht messen, aber mir gefällt das Konzept ;)

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RE: Metabolische Flexibilität

#3 von Dogmeat , 15.10.2015 09:15

Falls du diesen Beitrag noch nicht kennst, kannst du diesen ja mal lesen.
http://me-improved.de/metabolische-flexibilitaet/

 
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RE: Metabolische Flexibilität

#4 von goodoo , 15.10.2015 12:07

Eigentlich sollten 24h reichen um einen ketogenen Zustand/eine erhöhte Fettverbrennung zu erreichen. Das Leberglykogen ist spätestens nach 18-20h aufgebraucht, sodass man insulinresistent wird bzw. das Fettgewebe immer mehr Fettsäuren freisetzt. Auch die Glykogenspeicher sind nicht groß genug um den RQ länger aufrechtzuerhalten, zumal der Körper die Speicher ohne intensive Belastung nicht "freiwillig" komplett leert.
Einfach an einem Nichttrainigstag ketogen essen und das dann auch am nächsten Tag bis zum Training so beibehalten und dann 1-2 kohlenhydratreiche Tage darauf folgen lassen, so sollte es mit der metabolischen Flexibilität klappen.
Ich finde ketogen auch deutlich besser als Low-Carb, es ist zu wenig Glukose vorhanden und gleichzeitig ist der Insulinspiegel zu hoch bzw. man ist zu insulinsensitiv, damit genug Fett frei wird. Das resultiert bei mir dann in Kopfschmerzen, Schlafproblemen und erhöhten Stressleveln, wenn ich ketogen esse ist hingegen alles top.

Meine Frage ist nur, aus welchem Grund sollte man eine dauerhaft erhöhte Fettverbrennung anstreben (außer in der Diät natürlich)?

Ein guter Fettstoffwechsel zeichnet sich doch nicht durch die Menge an verbrannten Fettsäuren aus, sondern dadurch dass die Fettsäuren vollständig verbrannt werden und so keine Probleme mit dem Insulin Signaling im Muskel entstehen.

 
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RE: Metabolische Flexibilität

#5 von Chris (edubily) , 15.10.2015 12:10

Zitat
Ein guter Fettstoffwechsel zeichnet sich doch nicht durch die Menge an verbrannten Fettsäuren aus, sondern dadurch dass die Fettsäuren vollständig verbrannt werden und so keine Probleme mit dem Insulin Signaling im Muskel entstehen.



Das ist ein super Punkt!


Wir präsentieren Möglichkeiten, nicht die Lösung.

 
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RE: Metabolische Flexibilität

#6 von sfast , 15.10.2015 16:36

@goodoo: Die erhöhte Fettverbrennung ist nur ein Symptom. Je besser deine Mitochondrien sind, desto mehr Fett verbrennst du, desto weniger Carbs brauchst du. Heißt nicht, dass man nicht auch viele Carbs essen kann. Aber über dem Bedarf zu essen macht keinen Sinn.

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RE: Metabolische Flexibilität

#7 von Mikki- , 15.10.2015 18:03

Was genau ist denn als ketogen anzusehen? Laut Lyle Mc Donald sind es <100g KH/Tag (glaube ich, finde die Quelle gerade nicht), andere Quellen sprechen von <20-30g KH/Tag.

Mikki-  
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