RE: Benefits Fasted Training

#16 von Thomas , 21.01.2016 16:55

Zitat von jf im Beitrag #14
Ja das stimmt, da Studien ja ergeben haben, dass eine gabe von BCAA (10 g) oder Whey (15-25 g) vor dem Training den Kcalverbrauch in der Post-Workout-Phase deutlich erhöhen und darüber hinaus die MPS stärker stimulieren als ein Shake danach.

Aber da Eiweiß die Effekte des Fasten mimt (siehe PSMF) ist das ja dann immernoch gefastetes/nüchternes Training.

LG Jens


Hast du dafür "Belege"?
Dachte immer dass auch ein Shake Fastenbrechen ist
Oder bezieht sich das nur auf das Training?


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RE: Benefits Fasted Training

#17 von naklar! , 21.01.2016 18:49

Hey Thomas, soweit ich weiß bezieht sich das nur auf den Shake vor dem Training - an NTTs betrachte ich den Shake als meine 1. Tagesmahlzeit, bzw. er ist mein "Fastenbrecher".


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RE: Benefits Fasted Training

#18 von Gelöschtes Mitglied , 22.01.2016 08:18

Zitat
Hast du dafür "Belege"?
Dachte immer dass auch ein Shake Fastenbrechen ist
Oder bezieht sich das nur auf das Training?



Belege direkt nicht, aber so argumentiert Chris sehr sehr oft.
Er sagt dass protein only oder auch z.B. eine ketogene Diät die Effekte des Fastens mimen.
Daher denke ich mal, dass man davon ausgehen kann, dass es so stimmt :)

LG Jens


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RE: Benefits Fasted Training

#19 von Axel , 22.01.2016 11:23

Zitat von tomilla im Beitrag #15
Wenn ihr von Training sprecht, dann meint ihr bestimmt Krafttraining oder?



Nö.

Ich trainiere generell nüchtern. Auch Ausdauergeschichten, also Laufen und Radfahren. Auch lange Einheiten.

Vor gut zehn Jahren, lange vor meiner Paläo-Entdeckung, habe ich das mal probiert, um mich auf MTB-Marathons vorzubereiten. Hat nicht geklappt, ich bin mehrfach auf nem fiesen Hungerast heimgerollt, teilweise war das nicht ungefährlich. Mein Stoffwechsel war offensichtlich ziemlich im Eimer durch meine damalige Öko-Getreide-Kohlehydratmast. Heute sind mehrstündige Belastungen selbst nach einem Fastentag kein Problem. Die Folgen, die Du beschreibst, kann ich nicht bestätigen.


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RE: Benefits Fasted Training

#20 von southpaw , 23.01.2016 09:41

Aber ist es nicht so, dass wenn man nüchtern Protein konsumiert es vornehmlich über die Gluconeogenese zur Energiegewinnung genutzt wird? Insbesondere vor bzw. beim Sport sollte es doch so sein.

In einem Video hat Chris (Eikelmeier) mal erwähnt, dass man den Körper so sogar auf lange Sicht darauf konditioniert, Protein zur Energiegewinnung zu verwenden. Deshalb solle man immer einen Energieträger dazu verzehren.

Ergab für mich sinn, deshalb hab ich mich dran gehalten - wie seht ihr das?


 
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zuletzt bearbeitet 23.01.2016 | Top

RE: Benefits Fasted Training

#21 von MaXopA , 23.01.2016 15:56

Zitat von southpaw im Beitrag #20
Aber ist es nicht so, dass wenn man nüchtern Protein konsumiert es vornehmlich über die Gluconeogenese zur Energiegewinnung genutzt wird? Insbesondere vor bzw. beim Sport sollte es doch so sein.

In einem Video hat Chris (Eikelmeier) mal erwähnt, dass man den Körper so sogar auf lange Sicht darauf konditioniert, Protein zur Energiegewinnung zu verwenden. Deshalb solle man immer einen Energieträger dazu verzehren.

Ergab für mich sinn, deshalb hab ich mich dran gehalten - wie seht ihr das?


Ich trainiere immer auf nüchternen Magen, egal ob beim Kraft- oder Ausdauertraining. Die einzigen Kalorien, die ich mir als Pre-Workout "gönne" sind 2g Agmatin und 2g Tyrosine. Dazu noch 1g Choline und 10-15g Natron, also Substanzen, die ja bekannterweise keine Kalorien haben.

Ich habe dadurch keinerlei Nachteile ermitteln können, was den Muskelaufbau betrifft. Einziger Störfaktor ist hin und wieder, dass mir Richtung Trainingsende ein wenig kühl wird, was wahrscheinlich auf kurzzeitige Unterzuckerungssymptome zurückzuführen ist. Doch das lässt sich schon ganz schnell durch den Einsatz eines Hoodies beheben.


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RE: Benefits Fasted Training

#22 von southpaw , 23.01.2016 18:22

Nüchtern komme ich auch klar, praktiziere das 1x/Woche. Habe auch keine Probleme mit Unterzucker.

Trotzdem interessiert mich die Frage aus meinem letzten Post.


 
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RE: Benefits Fasted Training

#23 von FurorGermanicus , 24.01.2016 14:59

Zitat von southpaw im Beitrag #22
Nüchtern komme ich auch klar, praktiziere das 1x/Woche. Habe auch keine Probleme mit Unterzucker.

Trotzdem interessiert mich die Frage aus meinem letzten Post.

Protein kann sehr viel zur Energiegewinnung beitragen, wenn andere Makros in zu geringer Menge vorhanden sind und der Bedarf hoch ist. Das Kohlenstoffskelett wird ohne Probleme zur Gluconeogenese verwendet. Normalerweise ist der Anteil von Protein zur Bedarfsdeckung recht gering, doch gerade bei diäthaltenden Kraftsportlern mit hoher Proteinzufuhr kann Eiweiß 30-50% des Energiebedarfs abdecken. DiPasquale schreibt darüber auch in einem seiner Bücher (wo auch Studienbezug genommen wird).

Das ist aber schon recht krass und düften die meisten hier nicht erreichen.

Fastentraining ist eine schöne Sache, weil die Energie ohne Probleme fließen kann und Supplemente 1A wirken. Wenn man es nicht übertreibt, kann es durchaus Sinn (und Spaß) machen. Wenn du allerdings 20 Stunden Diät hältst, fastest und dann noch ein sattes Krafttraining hinterherschiebst, kann der Nettoverlust von Körperprotein zu viel des Guten sein. Dann wären ein Shake vor dem Training und ein paar BCAAs schon nicht verkehrt.


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RE: Benefits Fasted Training

#24 von southpaw , 24.01.2016 15:30

Danke dir Damian für deine Ausführungen!

Wenn ich nüchtern Trainiere, dann Samstags oder Sonntags am Vormittag. Da ist die Fastenperiode nicht allzu lange und ich Diäte auch nicht - werde es dann 100% nüchtern beibehalten.

Aus Interesse: Findet deines Wissens nach denn eine Art Konditionierung in Richtung Eiweiss=Energieträger statt, wenn man regelmäßig nüchtern Protein only konsumiert?


 
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RE: Benefits Fasted Training

#25 von fährtvielfahrrad , 14.02.2016 19:33

Am Anfang wurde ja vom Postersteller nach Vorteilen des Nüchterntrinings gefragt. Ich persönlich trainiere Grundlagenausdauereinheiten immer nüchtern. Mit einem Powermeter kann man recht genau den Energieverbrauch des Körpers bestimmen. Normalerweise fahren ich 2500-3500kcal bevor ich anfange etwas zu essen. Zum einen mache ich das um die hier schon angesprochenen Voteile des Nüchterntrainings zu nutzen und zum anderen weil ich während dieser Zeit gar nicht das Bedürfnis habe zu essen. Wenn ich frühstücke habe ich zwar nach 3-4 Stunden keinen Unterzucker aber möchte irgendwie trotzdem schon wieder was essen. Somit fällt es mir leichter nicht zu viel zu essen.


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RE: Benefits Fasted Training

#26 von Bernd , 09.05.2017 11:43

Hallo,

ich praktiziere ja schon seit langem IF und trainiere auch morgens komplett nüchtern, sowohl Kraftsport als auch Ausdauereinheiten. Beides auf ambitioniertem und leistungsfokussiertem Niveau. Die letzte Mahlzeit ist in der Regel gegen 19:00 Uhr des Vortages. Ich kann dazu generell nur Positives feststellen, sowohl was das Leistungsniveau betrifft als auch das allg. Wohlbefinden. Sowohl Muskelaufbau als auch Verbesserung der Ausdauerfähigkeit war bei mir mit IF kein Problem.

Ich habe nun heute eine schwere Krafteinheit gemacht. Diesmal allerdings nach 48h Totalfasten, also nur Tee und Wasser. Und ich muß sagen, ich bin da leistungsmäßig und mental praktisch "explodiert" und habe in jeder Übung meines Ganzkörperplanes meinen pers. Rekord gebrochen. Ich hätte das generell und vor allem so in keinster weise erwartet und hatte das auch nicht geplant. Im Gegenteil, ich wollte eigentlich nur locker trainingsmäßig in die Woche starten, auch weil ich der Meinung war, nach diesen 2 Tagen Fasten "kann ich gar nicht stark sein", die Realität sah dann aber völlig anders aus. Ich merkte natürlich schnell, daß ich weder müde noch schwach und nach Oben gewichtsmäßig eine Menge Luft war und habe das dann auch entsprechend einfach mal ausgetestet. Und war eben, wie schon gesagt, völlig überrascht.

Gibt es dafür eine vernünftige Erklärung oder ist das so etwas wie ein Placeboeffekt?

Gruß Bernd


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RE: Benefits Fasted Training

#27 von naklar! , 09.05.2017 11:53

Eine vernünftige, wenn auch nicht biochemische Erklärung:

Du bist mit WENIGER Erwartung/Druck ins Training gegangen. Ich erlebe solche Momente oft an Tagen, an denen ich mich besonders müde oder schlapp fühle - und mich bereits mit dem Gedanken - " Heute bist du zufrieden, wenn du das Niveau halten kannst " - angefreundet habe.

Wenn man so will: Ein Vorgeschmack auf das, was einen erwarten könnte, wenn man doch endlich mal richtig losließe.

Gruß, Psycho - Eric


" Ich will mehr Leber, Vater! "


 
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RE: Benefits Fasted Training

#28 von jfi , 09.05.2017 12:04

Die Ekrlärung von Eric finde ich gut und das ist sicherlich ein Teil der Lösung.

Aus biochemischer Sicht wird wohl dein sympathisches Nervensystem maximal aktiv gewesen sein, dein Körper quasi im Jagd-Modus, wo dein Körper eben alle Energie in die Such- und Fluchtsysteme umleitet, da die oberste Priorität in dem Moment die Nahrungssuche war.
Und die Anstrengung durch das Training war für deinen genetisch gesehen primitiven Körper ein Trigger, der diese Reaktion ausgelöst hat.

Ähnliche Erfahrungen hatte ich übrigens nach ner 24-h-Fastenphase auch schonmal...da gingen plötzlich Gewichte hoch, die ich mir davor noch nie aufgeladen hatte...undzwar spielerisch!

LG Jens


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RE: Benefits Fasted Training

#29 von Bernd , 09.05.2017 12:24

Zitat von naklar! im Beitrag #27
Eine vernünftige, wenn auch nicht biochemische Erklärung:

Du bist mit WENIGER Erwartung/Druck ins Training gegangen. Ich erlebe solche Momente oft an Tagen, an denen ich mich besonders müde oder schlapp fühle - und mich bereits mit dem Gedanken - " Heute bist du zufrieden, wenn du das Niveau halten kannst " - angefreundet habe.

Wenn man so will: Ein Vorgeschmack auf das, was einen erwarten könnte, wenn man doch endlich mal richtig losließe.

Gruß, Psycho - Eric


Hallo Eric,

das wäre vielleicht eine Erklärung für die mentale Seite, aber weniger für die körperliche. Obwohl ich denke, das der mentale Aspekt hier nicht der entscheidende ist, denn zum einen gehe ich zumeist sehr positiv und entschlossen ins Training und bin dabei auch grundsätzlich sehr leidensfähig und ambitioniert. Der mentale Aspekt ist zumindest beim Training wie ich es mache nicht der entscheidende, bzw. versuche ich, mich nicht/wenig davo beeinflussen zu lassen, wie Stimmung etc. so ist. Ich trainiere daher in der Regel nicht nach Körpergefühl, sondern ziehe meinen Plan durch und versuche mich stets etwas zu steigern oder zumindest etwas zu verändern, im Sinne von Erschweren und gehe meist auch in Richtung Muskelversagen. Und wenn die Gewichte mal schwer sind und ich da nicht aufstocken kann, dann mache ich eben die Pausen kürzer etc. Ich will also nicht nur "pumpen", mir macht es Spaß mich zu "quälen" oder besser gesagt, zu verausgaben.

Auch habe ich mich trotz dieser 48-h Fasten nicht schlecht oder schwach gefühlt und vorgehabt mich zu schonen, nur eben nicht so stark. Das trifft es wohl besser. Ich hätte heute also auch eine ganz normale und trotzdem intensive Trainingseinheit gemacht, nur wäre ich nicht auf die Idee gekommen, heute ist der Tag für eine kleine persönliche "Rekordjagd" und Bestleistung. Ich bin sicher, Du weißt, was ich meine und sagen möchte.

Ich könnte mir also gut vorstellen, daß da eher die von Jens angesprochenen Aspekte die entscheidende Rolle gespielt haben, daß da also irgendetwas hormonelles o. ä. passiert ist, die, simpel gesagt, mehr Kraft aktiviert haben. Weshalb und wie auch immer.

Auf jeden Fall für mich sehr interessant und wie gesagt, sehr überraschend.

Gruß Bernd



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zuletzt bearbeitet 09.05.2017 | Top

RE: Benefits Fasted Training

#30 von H_D , 09.05.2017 16:03

Ich würde es mal auf einen extrem hohen (Nor-)Adrenalinspiegel zurückführen.

Hast du im Alltag viel Stress?
Als ich noch Student war konnte ich auch super fasten und viel Sport nüchtern machen. Geht mittlerweile im Job absolut nicht mehr.

Daher finde ich IF super - wie so oft im richtigen Kontext (zumal "Stress" für jeden anders ist)


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