Aminogramm - meine Beobachtungen

#1 von Strunzianer , 28.07.2014 10:39

Hallo Leute,

ich habe etwas beobachtet. Kann auch Zufall sein, ich glaube es aber nicht. Seit 5 Jahren fahre ich 1 x im Jahr zu Dr. Strunz um mich durchchecken zu lassen. Dabei wird auch immer ein Aminogramm gemacht. Nun meine Beobachtung:
- 2010 - Eier gefrühstückt - Aminogramm super
- 2011 - nicht gefrühstückt - Aminogramm mit Defiziten
- 2012 - Eiweißshake zum Frühstück - Aminogramm gut
- 2013 - nicht gefrühstückt - Aminogramm mit Defiziten


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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#2 von Markus , 28.07.2014 10:47

Hallo,

wie waren denn die jeweiligen werte für Gesamteiweiß? Das würde mich mal interessieren.

Ciao,
Markus


 
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#3 von Chris (edubily) , 28.07.2014 10:47

Hallo Strunzianer,

Danke für deine Beobachtung. Das ist das, was ich immer sage:
Das Aminogramm ist nichts wert, weil es direkt abhängig ist von davor konsumierten Mahlzeiten!

LG, Chris

PS. Markus: Gesamteiweiß hat nichts mit Aminogramm zu tun.



 
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#4 von Strunzianer , 28.07.2014 10:53

...das Gesamteiweiß war immer bescheiden, so um die 6,7. Ich muss dazu sagen dass ich seit Jahren erhöhte EBV Resttiter habe (gehen nun so langsam nach unten) und chron. Lungen-Sarkoidose, die aber nicht mehr aktiv ist seit 2011. Seltsamerweise war das Gesamteiweiß schon mal über 7 - vor meiner Ernährungsumstellung (als ich noch dick und krank war).


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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#5 von justizia , 28.07.2014 11:01

Das mit dem Gesamteiweiß kann auch ich bestätigen. Ohne Eiweißshake usw bei über 7 und mit dem ganzen zippundzapp bei 6 .


 
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#6 von Strunzianer , 28.07.2014 11:06

...oh, habe noch 2014 vergessen - nicht gefrühstückt und untere Werte


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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#7 von Nati ( gelöscht ) , 28.07.2014 11:16

Zitat von justizia im Beitrag #5
Das mit dem Gesamteiweiß kann auch ich bestätigen. Ohne Eiweißshake usw bei über 7 und mit dem ganzen zippundzapp bei 6 .


Leider auch bei mir:
Bestes Gesamteiweiß vor dem Beginn eiweißbetonter Ernährung ...

Allerdings hatte Bernd ja Gegenteiliges zu berichten:

Zitat von Bernd im Beitrag RE: Steigerung des Gesamt-Eiweiss Spiegels im Blut

Ich z. B. nehme insg. neben verschiedenen Eiweißpulvern auch eine ganze Reihe von einzelnen AS gezielt ein. Morgens zum Nüchternkrafttraining verschiedene AS als Mix, die in erster Linie trainingsfördernd sind, wie z. B. BCAA, Beta Alanin, Kreatin, Taurin usw. und nach dem Training ein gutes Whey mit weiteren zusätzlichen einzelnen AS zur Regeneration, wie z.B. den Big8, HMB, Ornithin, Glutamin etc. Hierzu dann in der Regel meine "gesunde Fettration" des Tages, etwas Leinöl, Omega3-und Lebertrankapseln, Vitamin D, A, E und K2. Das sorgt auch dafür, daß das Whey zwar schnell genug ins Blut und in die Muskeln kommt, aber eben etwas langsamer und nicht mit der ganz großen Insulinspitze, wie z. B. mit Whey und Maltodextrin usw. Die Zeiten des sog. "Eiweißfensters", wo alles ganz schnell und unmittelbar und in großer Masse nach dem Training ins Blut "mußte" sind ja vorbei.

Abends dann oft noch ein Caseinprotein und ggf. auch noch einmal ein paar einzelne AS zur Regeneration. Oder auch nur ein eiweißreiches Abendessen mit etwas Fleisch, Eiern, Quark etc., je nach dem.

Ich lande damit locker bei einem GEiw von 8 und übertreibe es weder mit der Proteinmenge an Eiweißpulver noch mit dem Eiweißverzehr von natürlichen Lebensmitteln, ala 3 Liter Milch, 3 große Steak oder 20 Eier jeden Tag etc.



Und des Rätsels Lösung ist ... ?????


Liebe Grüße,

Nati


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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#8 von feach , 28.07.2014 12:50

Wenn das Aminogramm nichts wert ist, wie kann ich dann feststellen, ob mir bestimmte Aminosäuren fehlen?


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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#9 von Chris (edubily) , 28.07.2014 12:54

Feach,

das ist völlig unnötig, so lange du genug Eiweiß isst!


 
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#10 von feach , 28.07.2014 13:12

Danke, Chris!

Wieder etwas gelernt!

Gruß
Achim

PS: Die beiden Beiträge "Normal bleiben" heute sind top. Gerne mehr davon.


feach  
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#11 von justizia , 28.07.2014 13:24

Finde ich auch - super Beiträge heute!


 
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#12 von Luna , 28.07.2014 13:49

Hallo
Ich habe ebenfalls mehrere Male sowohl Gesamteiweiß als auch Aminogramm machen lassen.

Der einzige Unterschied zwischen vorher mit Frühstück und ohne ergab sich im Gesamteiweiß. Ohne Frühstück lag der Wert jeweils bei ca. 6,7 mit bei ca. 7,1- 7,2.

Beim Aminogramm ziehen sich bei mir allerdings einige Defizite ziemlich hartnäckig durch, so z. B. Methionin, Threonin und auch Arginin, wenn ich da nicht ganz massiv substituiere. Meist auch noch Prolin und Phenylanalin, letzteres max an der Untergrenze.
Vor der Umstellung auf (stark) Low Carb war bei mir das Gesamteiweiß auch um einiges höher. Da habe ich Werte von über 8.

Leider hat auch Eiweiß bis knapp 4g/kg Körpergewicht leider nicht bewirkt, dass sich sie Defizite im Aminogramm reduziert hätten. Die einzige Möglichkeit, die ich bislang gefunden habe, war tatsächlich das gezielte Nachschieben von außen. Dadurch habe ich inzwischen wenigstens Arginin in den Griff bekommen.
Bei mir spielt vermutlich auch ein noch immer recht hoher EBV-Titer mit eine Rolle. Fazit für mich: Eiweiß alleine, gemeint ohne gezielte Gabe einzelner AS, auch in Verbindung mit 'ner ganzen Menge Zink hat zumindest bei mir nicht funktioniert. Da hat sich auch durch ein Frühstück vorher nichts geändert.
LG
Luna


 
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#13 von Chris (edubily) , 28.07.2014 14:03

Danke Luna,

du hast einen sehr wichtigen Punkt gebracht: Bei Menschen, deren Immunsystem konstant gegen einen Virus ankämpfen muss, werden selbstverständlich auch immer einige Aminosäuren "weggefressen". Was man allerdings nicht vergessen sollte ist die Tatsache, dass das Aminogramm eher ein kurzfristiges Bild abgibt, wohingegen das Gesamteiweiß über längere Zeiträume konstant bleibt.
Bei dir war der Unterschied 0,4, was so wenig ist, dass man es quasi unter den Tisch fallen lassen kann.
Logisch: Nach Mahlzeiten steigt die Proteinsynthese, daher finden wir nach Mahlzeiten vielleicht ein Mehr an Proteine im Plasma - der Wert würde aber nie von 6 auf 8 springen.

Low carb sorgt für weniger anaboles signaling, logischerweise, was auch weniger Proteinsynthese als Folge hat, was niedrige Gesamteiweiß-Spiegel gut erklärt.

Auch Lebensumstände: Stress, extremer Sport etc. drückt ordentlich auf den Schalter "Katabolismus". Darüber sollten sich einige hier mal Gedanken machen!


 
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#14 von Luna , 28.07.2014 17:16

Hallo Chris,
ich sollte vielleicht ergänzen, dass es bei mir ja eine Vorher- und Nachhersituation gibt.

Die Vorher: Low carb seit 2 Jahren, rel. intensives Marathontraining mit ca. 80km /Woche neben Vollzeitjob. Gleichzeitig T3 im unteren Viertel des Referenzbereichs, also ca. 2,00 - 2,35 max., was ich meinem TSH-gläubigen Frauenarzt zu verdanken hatte. Also ideale Bedingungen, um eher katabol zu sein. Dennoch war das Gesamteiweiß eher höher. Müsste in meinen alten Unterlagen kramen, um die genauen Werte zu finden.

Zwischenstation: Während Chemo: bei stark Low carb bis ketogener Ernährung und reduziertem Sport (aber immerhin immer wieder Laufen/Radfahren): Gesamtwerte mehrfach über 8

Seitdem bei stark Low carb (= ca 1-15,g KH/Kg Körpergewicht), viel Eiweiß,zumindest einiges mehr als vorher, geringeres Gesamteiweiß, was ich nicht hochbringe. Meine Vermutung geht in Richtung Nutzung des Proteins zur Energiebereitstellung, was ja auch nicht im Sinne des Erfinders ist. Muskelaufbau war vorher schon schwer und ist jetzt extrem schwer, was bei mir natürlich auch hormonell bedingt ist (fast völlig fehlende Steroidhormone, niedriges SD-Hormon). Dennoch geht da einiges, seit ich ganz massiv Zink aufgefüllt habe und mich wieder traue auch mal intensivere Trainingseinheiten einzubauen.
Fragt sich nur, was dann. Mit den KH hoch zu gehen, traue ich mich nicht. Kann mir da leider kein Versuch-Irrtum-Lernen erlauben. Bislang bin ich ja mir meiner Strategie (sehr wenig KH, viel Sport = ca. 7-10 Std /Woche übewiegend Ausdauer), viele anti-cancerogene und antioxidative NEM) gut gefahren. Entgegen aller negativen Prognosen.
Den EBV-Titer runter zu bekommen, versuche ich seit Jahren, bislang trotzt er hartnäckig allen Angriffen dieser Art.Bleibt also nur die Möglichkeit, das, was er wegfrisst, immer wieder auszugleichen. Falls Du noch eine Idee hast, her damit.

Grüße
Luna


 
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RE: Aminogramm - meine Beobachtungen

#15 von Chris (edubily) , 28.07.2014 17:27

Hey Luna,

ich könnte mir vorstellen, dass der ketogene Zustand eher dafür gesorgt hat, dass Protein gespart bleib im Vergleich zur späteren Situation.

Aber das ist irgendwie mit allem im Leben: Die Ausnahmen bestätigen die Regel.

Bei mir war es jedenfalls immer ganz klar, warum mein Eiweißspiegel so war, wie er dann war.

Edit: Man darf eben nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die Fett/KH anders verstoffwechseln als andere. Manche produzieren mehr Glukose via Gluconeogenese, aufgrund eines höheres Bedarfs: Wie ist meine Muskel-Faser Komposition? Bei Typ1-Menschen wird der Bedarf an Glukose sowieso sehr niedrig sein, was einer evtl. Verstoffwechselung von Protein vorbeugt.

Ich werde mir aber mal Gedanken machen.

LG, Chris



 
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