PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#1 von ainon , 17.08.2015 17:30

Hallo zusammen,
ich benötige jetzt auch mal eure Hilfe zu meinen Blutwerten. Mittlerweile bin ich ganz schön verzweifelt. ich bin 26 Jahre alt und leide ca seit 13 Jahren am Polyzystischen Ovarsyndrom, was mit dem Ausbleiben der Regelblutung anfing. Inzwischen habe ich eine riesige Liste an Beschwerden und Symptomen. Meine Lebensqualität ist mit den ganzen Symptomen/ Beschwerden auf jeden Fall sehr beeinträchtigt und das macht mir zu schaffen. Vor allem habe ich das Vertrauen in Ärzte absolut verloren, weil niemand mir bisher nur ansatzweise helfen konnte und ich vermute es steckt einfach noch mehr dahinter.

Noch kurz zu meinem Lebensstil:
Seit 1,5 Jahren mache ich regelmäßig Krafttraining und habe meine Ernährung auf weitestgehend Paleo umgestellt Zeitweise sehr streng, momentan wieder etwas gelockerter. Ich nehme auch einige Supplemente: Citrullin, Glycin, Glutamin, Tryptophan, D3. Zur "Behandlung" des PCOs auf Rat meiner Frauenärztin nehme ich zu dem Mönchspfeffer.

Nun kurz zu den Symptomen/ Beschwerden:
- Ausbleiben der Regelblutung
- Zysten auf den Eierstöcken
- extrem starkes Schwitzen
- starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit
- Probleme Gewicht zu reduzieren (nur mit sehr viel Anstrengung) und nach Abnahme, schnelle wieder Zunahme
- vermehrte Körperbehaarung (Hirsutismus)
- extreme Verdauungsprobleme (Verstopfung)
- weiche Fingernägel
- zu Trockenheit neigende Hände und Füße
- Akne (eher leicht, aber fies)
- ölige, unreine Haut
- überhaupt nicht stressresistent
- Stimmungsschwankungen

Die Ärzte konnten mir seit Jahren kein Stück weiter helfen. Mein Leidensdruck ist aber mittlerweile so groß, das ich jetzt selber Suche (habe auch schon viel gelesen).

Ich habe meine letzten Blutwerte vom Endokrinologen wieder rausgekramt und dabei sind jetzt ein paar Blutwerte seeeehr negativ aufgefallen, die sprengen meines Erachtens jeglichen Rahmen, leider kenne ich mich damit aber nicht aus und konnte bisher nur Google Fragen.

Ich würde mich total freuen wenn ihr mir mit den Blutwerten ein bisschen weiterhelfen könnt. Kenne mich nämlich nicht so gut damit aus.

Ich danke euch schon mal im Voraus!

Angefügte Bilder:
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#2 von Marie , 17.08.2015 20:14

Hallo ainon!

Die Symptome, die Du aufzählst, passen sehr stark auf zu wenig Schilddrüsenhormone.

Das ist auch aus Deinen Werten ersichtlich.
Dein fT3 und fT4 sind alles andere als üppig.

Die Werte könnten auch mit an einer Unterversorgung mit Kohlehydraten liegen, falls Du da zu wenig zu Dir nimmst.

Es fehlt in dem Bereich auch noch die Tg-AK

Wurde mal ein Ultraschall der Schilddrüse gemacht?
Wenn ja, was kam dabei heraus?

Zweitens fällt ein sehr niedriges Progesteron auf, sowie ein recht üppiges Östradiol.
In dem Bereich könnte auch ein Problem liegen.

Machst Du hormonelle Verhütung?
Das würde u.a. Dein hormonelles Ungleichgewicht zwischen Östradiol und Progesteron erklären.
Das begünstigt Zystenwachstum.

Wenn nicht, hast Du schon mal eine monatliche Temperaturkurve aufgezeichnet, um festzustellen, ob ein Eisprung vorliegt?
Ohne Eisprung kein/kaum Progesteron! (ein kleines bisschen wird in der Nebennierenrinde hergestellt)
Und zu wenig Progesteron begünstigt Zystenwachstum.

Mönchspfeffer wird Dir in Deinem Fall leider nicht viel helfen.
Da bräuchte es körperidentisches Progesteron.

Dein Gesamtcholesterin könnte auch auf Hormonmangel hindeuten.

Da Dein DHT sehr hoch ist, wäre das eine Erklärung für den Hirsutismus, die Akne und die ölige Haut.
Progesteron wirkt u.a. als 5-alpha Reduktasehemmer.
Das ist das Enzym, das die Umwandlung von Testosteron zu DHT macht.
Dieses Enzym scheint bei Dir sehr stark zu sein, aber Progesteron ist sehr wenig.

Dein Gesamt-Testosteron ist ja im Gegensatz zum freien Testo eher viel.
Das scheint sich ins DHT zu verflüchtigen.

Dein Insulin liegt auch sehr niedrig, wahrscheinlich wegen der wenigen KH.
Dazu passt auch das HbA1c.
Und womöglich die niedrigen Schilddrüsenwerte.

Das wären mal die Dinge, die mir auf Anhieb auffallen.

LG Marie


 
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#3 von ainon , 17.08.2015 23:15

Hallo Marie!
Wow! Ich danke dir für deine sehr ausführliche Antwort! Ich bin begeistert! :-) Endlich mal jemand der mir zumindest ansatzweise sagen kann, was mit meinem Körper nicht stimmt. Ich bin schon so verzweifelt und freue mich gerade riesig über deine Antwort! Danke, danke, danke!!!

Ich habe auch auf die Schilddrüse getippt. Die Ärzte sagen mir nur ständig damit wäre alles in Ordnung. Ein Ultraschall wurde noch nie gemacht, das werde ich mal machen lassen.
Seit letztem Jahr im Oktober verhüte ich nicht mehr hormonell, da es mir damit, vor allem was die Stimmung anging, noch wesentlich schlechter ging! Die Ärzte haben mich aber immer mit der Pille "therapiert", seit dem ich 16 war, die hatten keine bessere Idee bei meinem Problem. Habe es dann auch für mich selber entschieden damit aufzuhören. Zwar war meine Haut etwas besser und der Hirsutismus auch, aber ich habe mich sehr unwohl gefühlt und war ständig gereizt und schon ansatzweise depressiv.
Die Blutuntersuchung wurde dann von einem Endokrinologen im Januar diesen Jahres durchgeführt, also zwei Monate nach Absetzten der Pille, aber auch er hatte keine Idee was nicht stimmt und hat mir zu Metformin geraten. Allerdings habe ich die Metformin Therapie nicht begonnen, weil ich es schon mal genommen habe und sich nichts geändert hat. Daraufhin hat meine Frauenärztin mir wie gesagt Mönchspfeffer empfohlen. Und das sollte ich bis September ausprobieren, bevor sie mir ebenfalls eine Metformin Therapie andrehen will. Und weil sich bis jetzt gar nichts bei mir getan hat, bin ich jetzt hier und fange an mich selber mal vernünftig damit zu beschäftigen, damit ich den Ärzten dann vielleicht mal sagen kann was mir fehlt.

Zu den Kohlenhydraten, das wundert mich eher, da ich immer der Meinung bin, dass ich zu viele Kohlenhydrate zu mir nehme. Das kann ich mir gerade gar nicht erklären, dass es scheint als wäre es zu wenig.
Ich habe auch noch nie die Temperatur gemessen um festzustellen ob es bei mir überhaupt zum Eisprung kommt. Das ist eine sehr gute Idee, das werde ich mal ausprobieren.

LG ainon


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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#4 von Cluhtu , 17.08.2015 23:47

Hi,

wie viele Kohlenhydrate isst und auf wie viele Kilokalorien kommst du denn pro Tag?

Dein Größe und dein Gewicht wären auch noch interessant.

Weißt du noch weitere Blutwerte wie Vitamin D, Retinol, Zink, Ferritin, Magnesium, Homocystein, usw? Die können auch einiges ausmachen und dein Befinden sehr verbessern, sofern du Mängel hast und die beheben kannst.

Deine Leberwerte schauen soweit schon mal gut aus. Dein Hämoglobin ist aber recht niedrig.



 
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#5 von Marie , 18.08.2015 07:57

Moin aion!

Zitat
Die Ärzte haben mich aber immer mit der Pille "therapiert", seit dem ich 16 war, die hatten keine bessere Idee bei meinem Problem.



Das scheint mir ein wichtiger Faktor zu sein.
Dadurch kam es bei Dir im Grunde nie zu einem Eisprung und es konnte sich kein sinnvoller Progesteronspiegel aufbauen.

Dieser Mangel zieht dann einen Rattenschwanz an Folgen hinter sich her, z.B. auch Schilddrüsenprobleme.

Durch den Ultraschall kann man die Beschaffenheit des SD-Gewebes und die Größe sehen.
Das ist wichtig, um zu entscheiden, wo die Behandlung ansetzen muss.

Bei einer im Prinzip gesunden SD braucht man keine SD-Hormone zu geben, sondern versucht, das Organ wieder anzukurbeln.

Dazu gehören u.a.:
Eisen (Ferritin ist da noch wichtig = Eisenspeicher + CRP sensitiv)
Jod (Urinmessung)
Selen
genug KH
Progesteron
gesunde Darmflora

Deshalb auf jeden Fall noch, wie Cluhtu schreibt, ein paar andere Werte messen lassen!

Das Problem in der Schulmedizin:
Solange Werte in der Norm sind, wird gesagt, alles sei ok.
Leider denken die meisten Ärzte nicht in Zusammenhängen, sondern in Symptomen.
Das ist für viele Patienten fatal!

Gut, dass Du Dich jetzt selber dahinter klemmen willst!!!

Googel mal nach "NFP" oder "Perle e. V."
Dort wird die Technik des Temperatur messen und was noch beachtet werden muss genau beschrieben.
Dazu gibt es auch Literatur und Apps.

LG Marie


 
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#6 von ainon , 18.08.2015 11:27

Hallo ihr beiden!
Ihr seid echt klasse! Ihr könnt euch nicht vorstellen wie gut das tut mal richtige Fakten zu hören! :)

Also ich bin 1,76m groß und mein Gewicht schwankt immer sehr. Zur Zeit müsste ich ca. 73-74kg wiegen, habe leider keine Waage da. Vor ein paar Monaten habe ich noch unter 70 gewogen. Das ist bei mir ein ewiges hin und her und ich fühle mich grundsätzlich unwohl (zu dick), weil ich häufig auch so ein Gefühl am ganzen Körper habe als wäre ich aufgedunsen, vielleicht Wassereinlagerungen oder sowas in der Richtung. Auf jeden Fall unangenehm. Das kann auch nicht so wirklich gesund sein, so ein Gewichts hin und her, wobei ich mich immer sehr bemühe um etwas abzunehmen, was sich aber leider auch immer mühsam gestaltet und viel Energie kostet. Der Erfolg ist auch nie von langer dauer. :(
KH verzehre ich, je nach tagesform zwischen 150 und 190g.

Ich habe sonst leider keine anderen Blutwerte, das ist alles was mir momentan vorliegt. Ich habe im September allerdings einen Termin bei einem Arzt, auf den ich durch einen edubily Artikel gestoßen bin. Bestimmt habt ihr das mit dem Bluttuning auch gelesen. Habe von dem Arzt eine Adresse in meiner Nähe bekommen, der das ebenfalls durchführt. Zudem soll er sich mit "Frauenangelegenheiten" sehr gut auskennen. Da werde ich mich demnächst vorstellen und noch mal gründlich durchchecken lassen. Habe da einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass er mir helfen kann.

Auf jeden Fall werde ich meine Schilddrüse richtig untersuchen lassen und mit den Vitaminen etc. da liegen mit Sicherheit auch einige Mängel vor.

Danke für die Tips mit dem dem Temperaturmessen, Marie. Werde mich da heute mal mit auseinandersetzten! Könnte mir auch vorstellen, dass mein Körper sowas wie einen Eisprung gar nicht kennt.
Habe das erste mal meine Periode mit 12 Jahren bekommen und vielleicht dann 3-4 mal gehabt. Und dann fing das schon an dass sie nie wieder von alleine kam. Da war ich 13 und da wollte mir die Frauenärztin schon die Pille verschreiben, wo meine Mutter aber sehr dagegen war. Ab da fing dann das ganze Theater an, das niemand wusste was los ist und wie man mir helfen kann.

Ich danke euch soooo sehr, dass ihr euch die Zeit nehmt und euch mit meinem Anliegen so intensiv auseinandersetzt!!
Danke!!!
LG


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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#7 von Luna , 18.08.2015 11:46

Zitat von Cluhtu im Beitrag #4
Hi,


Deine Leberwerte schauen soweit schon mal gut aus. Dein Hämoglobin ist aber recht niedrig.


Hi Cluthu,
so schlecht finde ich den Hb-Wert nicht. Schätze mal, dass so ca. die Hälfte der Frauen niedriger liegen dürfte und froh wären einen Wert >13 zu haben. Mir hat mein HA mal gesagt, dass ein Hb-Wert von >15 normalerweise nicht vorkomme und bereits auffällig sei. Ich hatte und habe durch meine Lauferei Werte knapp darunter ;-). Will damit nur sagen, dass ich damit wohl eher die Ausnahme zu sein scheine. Die Werte sind mit denen von Männern nicht ganz vergleichbar. Es kommt auch darauf an, ob Ainon (Ausdauer)-Sport betreibt oder nicht.
Ich stimme zu, dass der Ferritinwert hier ganz wichtig ist. Schließlich macht auch ein Fe-Wert nahe der unteren Normgrenze bereits Symptome, ohne dass der Hb-Wert bereits erniedrigt ist.
Nix für ungut
Luna



 
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#8 von ainon , 18.08.2015 12:31

Hi Luna!
Danke für deine Anmerkung!
Ich mache wie gesagt regelmäßig Krafttraining. Gehe aber auch gelegentlich joggen und aufs Fahrrad. Beides aber eher nach Lust und Laune. Der Kraftsport steht da bei mir im Vordergrund. ;)

LG


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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#9 von Animus , 19.08.2015 09:35

Ich sehe es ähnlich wie Marie. Das fehlende Progesteron und der hohe LH-Wert) sind verdächtig.
Ich vermute, dass das Mönchspfeffer alleine nicht reichen wird.

Daher: Rede nochmal mit deinem Frauenarzt/Endokrinologe und bitte um eine Therapie mit Utrogest.

Falls der Frauenarzt dem nicht zustimmt, besorge dir Progesteron-Creme und schmiere Dir
14 Tage und lass 14 Tage aus (14 tägiges On-Off-Schema).
Nach der On-Phase sollte es zu eine Blutung kommen.


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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#10 von ainon , 19.08.2015 09:59

Hi Animus!
Interessanter Ansatz! Werde mich mal darüber schlau machen.
Werde es erstmal jedoch nicht mit meinem Frauenarzt besprechen, weil ich erstmal den Termin bei anderen Arzt abwarten möchte. Er wird mich noch mal komplett auf den Kopf stellen und ich möchte jetzt mit schnellen Selbstversuchen nichts unnötig verfälschen.
Werde mich aber mal darüber informieren und mir auf jeden Fall aufschreiben!
Ich danke dir für den Tip!
LG


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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#11 von Marie , 19.08.2015 10:26

Hi aninon,

ohne Wertemessungen würde ich auch nichts machen!!!

Aber der Ansatz "Progesteron" wird wahrscheinlich einer der Wege sein.
Gekoppelt mit noch anderen.

LG Marie

P.S.
Hast Du meine "Brieftaube" erhalten?


 
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#12 von justizia , 24.08.2015 17:00

Hallo Maria,
ich habe in diesem Zusammenhang auch mal eine Frage und zwar:
5 - Alpha Reduktase ist das Enzym was dafür sorgt, dass Testosteron in DHT umgewandelt wird, richtig?
Dh habe ich viel davon, wird aus dem Testo sehr viel umgewandelt und es entsteht DHT.
Wenn ich Progesteron zuführe dann wird das Enzym gehemmt und möglicherweise wird dann weniger DHT hergestellt und es bleibt mehr Testo übrig, hab ich das so richtig verstanden??
Sorry, dass ich hier so reingeplatzt bin. LG Bettina


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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#13 von Marie , 24.08.2015 17:14

Hi Bettina!

Ich denke, ainon wird nix dagegen haben, diese Frage kurz zu klären.

Ja, im Prinzip hast Du das richtig verstanden!!

Allerdings hat es nicht unbedingt mit der Menge des Enzyms zu tun, sondern mit dessen Aktivität.
Diese nicht zu stark werden zu lassen, hängt u.a. auch vom Progesteron ab.

Ob dann das Testosteron auch Testosteron bleibt, ist wiederum von der Aktivität des Enzyms "Aromatase" abhängig.
Vielleicht geht dann auch mehr in die Östradiolschiene.

Aber das weiß man vorher alles nicht.
Erst regelmäßige Messungen zeigen auf, wie man tickt, wohin der eigene Körper gern seine Hormone schiebt und welche Enzyme besonders aktiv sind.

Insgesamt kann man sagen, dass die meisten Anwender bei Progesteongabe auch einen Zuwachs von anderen Hormonen haben.
Welche, das muss man durch Messung herausbekommen.

LG
Marie


 
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#14 von justizia , 25.08.2015 08:43

Hallo Marie,
und genau das ist bei mir nicht der Fall. Meine Werte sind nach der Verwendung von bioidentischen Hormoncremes (progesteron, Estriol und Estradiol) gesunken. Ich habe dafür keine Erklärung.
Gruß Bettina


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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#15 von Marie , 25.08.2015 09:07

Auch das ist nicht ungewöhnlich und hängt mit dem Alter zusammen.

Als ich mit Progesteron anfing, ging es kurzzeitig bergauf, dann aber sanken auch die anderen Hormone ab.

Folgende Fragen würde ich mir durch den Kopf gehen lassen:
1. Kann es sein, dass entweder durch meine Persönlichkeitssruktur oder durch äußere Umstände das Progesteron hauptsächlich in die Cortisolschiene wandert
2. Wie wurden die Hormone angewendet, welche Mengen und wann
3. Nach welcher Zeit setzte das Absinken ein
4. Gibt es Veränderungen im Lebensstil
5. Alter/Wechseljahresbeginn....
6. fehlen/sind zu niedrig wichtige Vitalstoffe und SD-Hormone
7. Welche Messungen wurden gemacht
8. Wann wurde vor der Messung das letzte mal Hormone genommen

Das Estriol messen macht nicht viel Sinn, weil es eine extrem kurze Halbwertzeit hat.
Da kommt alle paar Stunden was anderes bei raus.

Eine sinnvolle Antwort zu geben, wenn man den Menschen nicht kennt, ist leider sehr schwierig.
Kann da nur Theorie anbieten.

LG Marie


 
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