RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#16 von ainon , 26.10.2015 21:47

Guten Abend zusammen!
Ich melde mich mal wieder und wollte euch Bericht erstatten wie es bei mir weiter gegangen ist.
Ich habe einen Arzt gefunden der mich von Kopf bis Fuß durchgecheckt hat. Die Diagnose ist erschreckend und gleichzeitig auch nicht, da mir ja (und euch anhand meines Berichtes über Symptome etc.) klar war, dass mit mir etwas gewaltig nicht stimmt.

Hier die Diagnose:
Massiver Zink Mangel, Vitamin B12 Speicher nicht optimal, massives Leaky Gut - demzufolge alle Nahrungsunverträglichkeiten die es gibt - eine schwere Clostridienbelastung des Darms und eine leichte Leberentgiftungsschwäche. Also kurz gesagt eine absolut heftige Diagnose!!!!
Ich bin wie gesagt total erschrocken und gleichzeit erleichtert zu wissen, dass mein Zustand nicht anders sein kann, als er über die Jahre war!
Ich hatte den Termin heute und stehe immer noch leicht unter "Schock".

Die Therapie die der Arzt mir jetzt verordnet hat sieht folgendermaßen aus:
- 3 Monate Ernährung nach dem Paleo Autoimmun Protokoll
begleitend dazu Präparate zur/zum:
- Darmsanierung
- Schließung der Darmwände
- Aufbau der Darmflora
- Kombipräparat mit diversen Mineralien und Vitaminen
- Vitamin B12
- Zink 30mg 1x tägl
- Zink Citrat 50mg 1x tägl
- Vitamin C Complex Bioflavonoide

Ich muss mich mit den einzelnen Präparaten und Inhaltsstoffen noch auseinandersetzen die er mir verordnet hat, da fast alles von einer Firma und nicht gerade günstig ist, muss ich mal schauen ob man das nicht irgendwie günstiger und genauso gut oder sogar noch besser bekommt. Kennt jemand von euch zufällig die Firma "Delta Star"?
Wenn ihr noch irgendwelche Ideen, Anregungen oder Einwände habt, worüber ich noch mal nachdenken sollte, würde ich mich freuen wenn ihr mir was dazu schreibt.

LG


ainon  
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#17 von Marie , 27.10.2015 07:46

Guten Morgen ainon!

Grundsätzlich hört sich Dein Bericht sehr positiv an!!!
Prima, dass der Doc da überall hingeschaut hat.

Wie sieht es mit den gesamten Hormonverhältnissen aus?

Zu Deiner Frage der Vitamin-Mineralienzufuhr:

In Deiner Lage würde ich vorerst nix oral nehmen, sondern Infusionen machen lassen, sowie Spritzen.

Wie soll der Darm die Dinge aufnehmen, wenn er nicht in Ordnung ist???
Sonst hätte ja auch die Aufnahme durch Ernährung besser geklappt.
Das sehe ich als Geldverschwendung, weil mindestes die Hälfte hinten wieder rauskommt.

6-10 Infusionen, eventuell am Anfang 2x die Woche, das müsste schon einiges auffüllen.


Außerdem würde ich mir ein optimales Aminosäurepräparat besorgen, das wenig Stickstoffabfall macht, statt sich diese über die Nahrung zu holen.
Da hat man je nach Eiweißsorte bis zu 80% Abfall, welches wieder von den Organen verarbeitet werden muss.

Dieser Weg würde Leber und Darm schonen und die Möglichkeit der Entlastung geben.

Darmsanierung ist unumgänglich! Was bekommst Du da?


Kleiner Trost:
Deine Diagnose ist leider nicht außergewöhnlich, wenn man bei den Patienten wirklich genau hinschauen würde!
Extrem viele sind genau an diesem Punkt und keiner guckt hin!

Lasse Dich da nicht entmutigen, wenn noch keine Organschäden entstanden sind, ist es reparabel.
Fordert allerdings Konsequenz und Ausdauer von Deiner Seite, sowie die Bereitschaft, das Leben/die Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen und vieles Liebgewordene eventuell über Bord zu werfen.

Sozusagen einen Paradigmenwechsel vorzunehmen.

Ich wünsche Dir alles Gute dabei!!!

LG Marie


 
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#18 von ainon , 27.10.2015 08:10

Hallo Marie!

Ich danke dir für deine Antwort! Du hast mit den Infusionen absolut recht! Ich habe mich auch schon gefragt wie mein Körper alles über den Darm aufnehmen soll, wenn alles kaputt ist.
Wie stell ich das den mit den Infusionen am besten an? Den Arzt noch einmal drauf ansprechen?

Zu meiner aktuellen Hormonlage hat er gar nichts mehr gesagt und hat auch nichts weiter untersucht. Hatte ihm damals die Befunde gegeben, die ich ja anfangs hier auch gepostet habe, er war der Meinung das würde vorerst reichen. Sollte da noch was abgeklärt werden? Ist da noch was wichtig zu wissen um noch effektiver am Heilungsprozess zu arbeiten?
Mich würde ja auch noch interessieren wie meine Schilddrüse insgesamt aussieht. Hatte ja anfangs auch den verdacht/ die Bedenken, dass ich vielleicht Hasimoto habe. Dachte auch eigentlich er geht auch darauf noch ein und macht einen Ultraschall, aber das hat er gar nicht mehr angesprochen und ich war gestern total perplex und nicht richtig kommunikationsfähig, da das alles so viele Informationen waren, die ich bekommen habe.

Zur Darmsanierung bekomme ich ein Präparat der Firma Delta Star,, das nennt sich GastroCleanse mit folgenden Inhaltsstoffen:

Vitamin C (als Ascorbinsäure) 37,5 mg
Magnesium (als Magnesiumcitrat) 18,75 mg
Psyllium (Samenschalen) 425 mg
Aktivkohle . 145 mg
Goldenseal (Kanadische Gelbwurz, Wurzel) Extrakt . 25 mg

Chlorophyll . 12,5 mg
Apfelpektin . 12,5 mg
Lactobacillus acidophilus . 12,5 Millionen
Weitere Bestandteile: Hydroxypropylmethylcellulose, L-Leucin

und ein weiteres Präparat für den Darm, zum "schließen der Löchher" GastroCort II:

L-Glutamin . 250 mg
N-Acetyl-D-Glucosamin (aus Garnelen, 250 mg
Krabben, Hummer)
Quercetin . 66,7 mg
Rutin . 66,7 mg
Vitamin E (als D-alpha-Tocopherylsäuresuccinat) 50 IE
Weitere Bestandteile: Hydroxypropylmethylcellulose, mikrokristal­line Cellulose, L-Leucin

Hast du für die Sanierung eventuell noch einen Tipp?

Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass es jetzt bergauf geht und ich loslegen kann was an meinem Zustand zu ändern! Es wird bestimmt anfangs anstrengend sein, vor allem, da die Ernährung sehr strikt sein muss, aber auch das werd ich hinbekommen.
Momentan fühl ich mich irgendwie nur leicht überfordert, was die "Medikamente" angeht und weiß nicht so recht wie ich wo anfangen soll. Muss mich heute abend erstmal mit den ganzen Sachen auseinandersetzen.

Ab heute geht aber natürlich die Ernähungsumstellung los und ich habe jetzt schon mal Glutamin und Zink eingenommen, da ich das sowieso schon eine Zeit lang zugeführt habe.

LG
Ainon


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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#19 von Marie , 27.10.2015 08:47

Über die Darmpräparate muss ich noch reflektieren.
Beruhen die Gaben auf einer Darmuntersuchung?

Bitte denke vor allem über die Aminosäuren nach.
Die entlasten Dein System elementar.

Infusionen kann ein Arzt, Heilpraktiker, Arzthelferin oder Krankenschwester machen.

Da gibt es sogenannte Protokollinfusionen.

Dass die SD nicht adäquat untersucht wird, sehe ich als Kunstfehler an.
Sorry, dass ich das so deutlich sage.
Sollte auf jeden Fall nachgeholt werden!!!

Lasse Dich jetzt nicht hetzen bei Deinen Entscheidungen, was Du alles nehmen willst.
Und wäge alles ab, was Dir hier eventuell auch noch geraten wird.
Hier kennen sich auch welche gut aus und können vielleicht etwas weniger teures empfehlen.
Auf ein paar Tage kommt es jetzt auch nicht mehr an.

LG Marie


 
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RE: PCO-Syndrom - Blutwerte, meine Vermutung, es steckt mehr dahinter

#20 von southpaw , 08.11.2015 23:03

Hallo Anion!

Hat sich bei dir bzgl. der Hormonwerte schon etwas ergeben? Ich frage, weil meine Freundin momentan in fast der selben "Klemme" steckt was Symptome und auch die Blutwerte angeht.

Auch bei ihr wurde vor Jahren das pco-Syndrom "diagnostiziert" und mit der Pille "behandelt"...
Letztere hat sie vor ca. einem Jahr abgesetzt und will der Sache nun selbst auf den Grund gehen.

Bei ihr ist ebenfalls Testosteron im oberen Referenzbereich wohingegen ft3 und ft4 an der Untergrenze kratzen. Sonst ist nichts weiter auffällig.

Was hat es denn mit dieser lugolschen Lösung genau auf sich? Wäre das eine Möglichkeit die Werte zu steigern? Es konnte bisher jedenfalls keine Erkrankung der Schilddrüse von Seiten des Arztes festgestellt werden. Sie steht - wie du auch - ziemlich alleine da.



 
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zuletzt bearbeitet 08.11.2015 | Top

   

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