RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#76 von Chris (edubily) , 29.08.2015 13:24

Sven hat durchaus recht.

Ein kleines Gedankenspiel aus dem NO-Guide:

Jemand ist krank (z. B. Fettleber), dann entzündet sich das jeweilige Gewebe. Entzündung schraubt Arginase hoch, das ist ein Arginin-abbauendes Enzym.

Warum?

Beim Entzündungsprozess "schießt" das Immunsystem (in diesem Fall) auf das eigene Gewebe. Das Enzym, das das macht, heißt iNOS.

Kippt man nun Citrullin in sich hinein, wird das Enzym Arginase wiederum gehemmt, das Immunsystem schießt nun noch stärker auf das Gewebe.

Baut der Körper also Arginin ab, hat das durchaus seine Berechtigung.

Die Frage ist nicht OB es sinnvoll ist, sondern die Relation. Gerät das Spiel aus dem Gleichgewicht und der Körper baut Arginin nur noch ab, dann kann er sich nicht mehr wehren in diesem Fall - denn das gilt selbstverständlich auch für die Pathogen-Abwehr.

Aber: Haut man zu viel Arginin "oben drauf", wenn gerade Quasi-Autoimmunprozesse am Laufen sind (wie bei jeder Entzündung), zerstört man vielleicht mehr. Gerade dieses Szenario ist als "nitrosativer Stress" nach Kuklinski bekannt.


Wir präsentieren Möglichkeiten, nicht die Lösung.


 
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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#77 von Kontra , 29.08.2015 13:34

Ja, das ist ja nun auch der Grund, warum ich nun mal für unbestimmte Zeit Arginin und Citrulin weglasse.

Ich schaue nun erstmal wie sich die Werte weiterentwickeln. Vielleicht geht ja Arginin auch automatisch nach oben, wenn die andere Aminos im Idealbereich sind.
Von daher messe ich ja nun auch wieder die Aminos. Wenn die nun nach oben gegangen sind, kann ich zumindest für mich behaupten, dass Milchprodukte bei mir die Aufnahme hemmen.

Das ist ja dann schonmal ein wichtiger Baustein. Auch hätte ich einen indirekten Beweis, dass der Darm funktioniert, da ja auch andere Werte nach oben gegangen sind. Auch wenn ich (verständlicherweise nach 9 Jahren Krankheit) immer wieder mal einen Frusttag habe, bin ich dann schon einige Schritte vorwärts gekommen. Vielleicht wirkt sich das dann ja auch mal in ein paar Wochen in meinem Befinden aus.


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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#78 von Kontra , 29.08.2015 13:38

Danke Chris, wenn Du das nochmal so kurz und bündig erklärst, hilft mir das ungemein (auch wenn ich das im Buch gelesen habe).


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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#79 von Shalimar , 29.08.2015 13:49

@Kontra, kann man bei Dir Hashimoto oder eine andere Autoimmunerkrankung sicher ausschließen?


 
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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#80 von Kontra , 29.08.2015 14:21

Eigentlich wurde es mehrfach in den letzten beiden Jahren von unterschiedlichen Ärzten ausgeschlossen. Ultraschall ist alles in bester Ordnung. Blutwerte (AK) alle in Ordnung.
Aktuell hatte ich halt nur TSH, FT3 und FT4 testen lassen.


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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#81 von Marianne , 29.08.2015 18:19

Hallo Kontra,
hast du dich schonmal auf Borreliose untersuchen lassen?

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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#82 von Kontra , 29.08.2015 18:31

Hi Marianne,

ja es wurde nach allem gesucht. Alles negativ. Die Ärzte haben sich bei mir richtig ausgetobt, Ich habe Blutlaborrechnungen innerhalb von 2 1/2 Jahren locker in Höhe von 8.000-10.000 EUR gehabt.
Aminosäuren wurden jedoch niemals untersucht....Das kam jetzt ja erst.
Das einzigst greifbare ist der EBV...aber die aktive Infektion wurde wurde nie festgestellt. Nur im Speichel waren immer wieder erhöhte EBV Werte nachweisbar gewesen.

Ich glaube es ist wirklich nin wichtig, dass man mein System einbremst und richtig ausrichtet. Dann wird das Immunsystem auch wieder richtig funktionieren. Dann kann auch das erfolgreich im Körper bekämpft werden, was mich so schwächt. Dann ist es wahrscheinlich auch egal was es ist (mal laienhaft ausgedrückt).


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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#83 von Gelöschtes Mitglied , 29.08.2015 21:26

Zusammenfassend:
- 9 Jahre krank / Erschöpfungszustände
- warst bei fast allen top Docs
- alle Blutwerte
-> keine Diagnose
-> kein Mittel hat so recht funktioniert und sogar evtl. Zustände noch verschlimmbessert

Warum nicht mal wirklich Back to the Roots und das machen was seit Jahrhunderten sehr zuverlässig hilft:

- Ruhe / Auszeit / Besinnungswoche / Meditationswoche ect.
- Kraftbrühen (Knochen, Hühner, Gemüsesuppen) ect
- Fasten
Und all das eben so lange wie es braucht. Und nein das Leben ist leider nicht immer fair.

Hilft. Ist halt was anderes als die "verpönte" aber dann doch praktizierte Pharmadenke zu übernehmen und was einwerfen.
Spätestens wenn der Strunz bei deinem Termin wieder mit einem NEM-Plan um die Ecke kommt,wovon Du sicher eh schon alles im Schrank stehen hast, würde ich Plan B (was eigentlich Plan A+++ ist) mal ernsthaft durchziehen.

LG und halt uns auf dem Laufenden :)



zuletzt bearbeitet 29.08.2015 21:32 | Top

RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#84 von Kontra , 29.08.2015 22:03

Noch bin ich postiv gestimmt, dass Strunz mir helfen wird. Es sind ja noch einige Werte zu korrigieren. Vor Zwei Jahren als mein Eiweisswert noch bei 7,4 war (damals konnte ich damit noch nichts anfangen) ging es mir besser. Vor allem in Bezug auf die Müdigkeit.

Im Oktober habe ich eine Woche wieder frei, im Dezmber knapp drei Wochen. Die werde ich wieder so gut wie möglich nutzen. Bisher waren diese Wochen wenig erfolgreich, da ich mich im Schlaf null erhole und morgens fix und fertig bin. Ich hoffe, das wird besser, wenn wie auch immer mein extrem niedriges Serotonin höher wird. Dann wäre schon viel gewonnen.

Mit dem Fasten werde ich mich mal befassen. Damit kenne ich mich überhauptngar nicht aus. Würde mich das nun nicht total umhauen?


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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#85 von Gelöschtes Mitglied , 29.08.2015 22:56

Es heisst ja "Heilfasten" und bringt vorwiegend "Kranken" Vorteile. Ein paar Tage reichen ja. Würde das unbedingt auch mit mentalem Fasten/Ruhe verbinden.



RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#86 von Cleo , 01.09.2015 14:40

Hallo Kontra,

ich hab die Tage über Deinen Thread nachgedacht und mir kam dabei in den Sinn, dass man, wenn die allgemein bekannten Dinge erfolglos abgeklopft wurden, letztendlich auch die weniger bekannten Ursachen in Betracht ziehen müsste.
Wie alt warst Du denn 2006? War in diesem Zeitraum irgendetwas besonderes, bist Du vielleicht umgezogen, hast Du eine Fernreise unternommen, besondere Lebensumstände erlebt? Ich denke, dass man dabei alles in Betracht kommende berücksichtigen sollte, was irgendwie denkbar ist, angefangen von Umweltgiften bis hin zu Parasiten, die Du Dir evtl. irgendwo "eingeladen" haben könntest. Gerade die Parasiten sind ein oft vernachlässigtes Thema.

Nur so ein paar Gedanken von mir; Du kannst sie ja mal im Hinterkopf behalten, falls alles andere ins Leere läuft.


 
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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#87 von Chris (edubily) , 01.09.2015 16:18

Ich weiß nicht, ob das hier schon angesprochen wurde, aber was ist mit Candida? Gab's da mal eine Abklärung?


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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#88 von Kontra , 01.09.2015 16:38

Hi Cleo,

mit der Fernreise lagst Du nicht schlecht. Ich war im Dezember 2005 in Indonesien gewesen. Meine Müdigkeit fing aber vorher schon an. Ich streite nicht ab, dass ich damals wirklich zuviel gearbeitet hatte. Mindestens 60 Stunden pro Woche gearbeitet (in schlimmen Phasen auch 100 Stunden...und das über viele Jahre), zusätzlich Leistungssport und in den Sommermonaten oft quer durch Deutschland zu Wettkämpfen gefahren. Im Mai/Juni 2006 hatte ich die Saison abgebrochen und dann ging es immer weiter abwärts. Eine Verbindung zur Reise kann ich nicht ziehen, auch nicht zu möglichen Impfungen.
Auch der Umzug in unser Haus Ende 2009 möchte ich ausschliessen, da es mir im März 2012 so gut wie lange nicht mehr ging. Ich hatte es damals laut ausgesprochen gehabt und dann kam ein paar Tage später eine heftige Grippe, die mich 4 Wochen niedergestreckt hat (aber ich war selbst noch mit Fieber im Büro). Ende Mai war es gerade wieder gut, dann kam womöglich Reaktivierung EBV oder Angina ...das hatte ich ja glaube ich zu Beginn beschrieben.
Auch Urlaube außerhalb des Hauses bringen keine Besserung.

Wenn man mein früheres Programm liest, ist es wahrscheinlich nicht verwudnerlich, dass der Körper schlapp macht. Die Frage ist halt nur, warum erhole ich mich nicht davon. Gut, Aminos sehr tief...das ist sicherlich ein Grund. Am Freitag kommen aktuelle Ergebnisse...da bin ich gespannt.

Wann spürt man eigentlich Besserung, wenn ein Defizit ausgeglichen wird. Sofort, wenn der Wert im Blut OK ist, oder muss das im Körper auch erstmal richtig wirken können und es dauert danach noch einige Zeit?

@ Chris...ich warte auf den Befund...müsste eigentlich morgen kommen. Candida war mal im LTT Test positiv. Aber, ob die eien Aussage haben ist ja auch fraglich, aber auch nciht ganz grausam hoch. Ich habe dann 2 Monate Nystatin geschluckt. Geändert hat es ncihts, aber ich hatte auch nicht das Gefühl, dass ich ein Problem mit dem Darm habe. Bin jetzt aber doch auf die Ergebnisse gespannt. Werde da berichten.

Vielen lieben Dank nochmal an alle für die hilfreiche Unterstützung :-)


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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#89 von Chris (edubily) , 01.09.2015 16:44

Zitat
Geändert hat es ncihts, aber ich hatte auch nicht das Gefühl, dass ich ein Problem mit dem Darm habe.



Das ist ja der Punkt. Man glaubt nicht, dass da etwas wächst, was man nicht merkt.

Aber ein Klient von mir hatte auch ewig Aufnahmestörungen im Darm und kam nie so richtig in die Gänge. Dort wurde auch Candida diagnostiziert.


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RE: Chronisch erschöpft und dauerkrank

#90 von Cleo , 01.09.2015 17:38

@ Kontra
Ok, wenn Du damals auch schon so viel gearbeitet hast plus Leistungssport, dann wird die Ursache für die NNS bzw. die allg. Schwächung wohl wirklich eher darin liegen, als in Formaldehydausdünstungen neuer Möbel, Schwermetallen aus Impfstoffen oder indonesischen parasitären Würmern. ;-)

Ja, das ist so eine Sache, wenn man die Ursache nicht wirklich abstellen kann. Schwierig. Ich bin auch seit fast 10 Jahren selbständig und arbeite 60-70 Stunden in der Woche und manchmal mehr, es geht nicht anders, ich verstehe Dich da also. Pass auf Dich auf. Und mach mal das, was Sven Dir geraten hat.



 
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