Hunger trotz Eiweiß ?

#1 von Gelöschtes Mitglied , 28.05.2014 14:10

Hallo ihr Lieben :-)

habe die letzte Zeit (noch) mehr Hunger als sonst und das mit deutlicher Eiweißsteigerung und T3 Tuning:

Beispieltag (Bürojob mit mäßig Bewegung) / Gewicht aktuell rapide steigend von 75kg auf 78kg bei 181cm in den letzten Wochen...Hilfe!

Früh: 30-40g Eiweiß + etwas Kokosmilch dazu 3 Eier und ein Handvoll Paranüsse + Banane + Apfel.
Mittags: Großer Salat mit ordentlich Thunfisch und Eiern drin + ein Magnum Eis (jaja :-))
Abends 250g Fisch + Großer-Salat + 100-200g Joghurt

Mache gerade auch kein besonders intensives Workout.

Hilft nix: Trotzdem habe ich ständig ein (Heiß-)Hungergefühl - speziell auch auf Süsses (kann aktuell kaum einer Versuchung widerstehen) und werde nicht mehr satt.
Habt ihr Tipps dazu?

LG, Sven



RE: Hunger trotz Eiweiß ?

#2 von Chris (edubily) , 28.05.2014 14:20

Hey Sven,

erinnert mich ein bisschen an eine Diskrepanz zwischen Energiebedarf und Fettsäure-Oxidation. Also was ich dir damit sagen will: Ich gehe davon aus dein Kalorienbedarf schon in Ordnung ist, aber deine Fettverbrennung (oder Fettfreisetzung) nicht gut ist. Das würde auch den Heißhunger auf KH erklären. Leute die hoch fettadaptiert sind, haben so etwas nicht. Das mit der Gewichtszunahme ... muss man immer aufpassen zwischen Mager - und Fettmasse, gerade auch wenn du deinen Proteinkonsum steigerst. Aber: 3KG in weniger als ein paar Wochen spricht nicht für Magermasse.

Wieviel Kokosmilch trinkst du? Wieviel Paranüsse isst du?

Zwar wird gesagt, dass der Hüftspeck von Kokosmilch nicht mehr wird wegen den kürzeren Fettsäuren, aber bei mir hat das auch immer schön "gesessen" :-)

Die Ursachen können vielfältig sein. Aber ich würde allgemein sagen: Reduziere Fett und erhöhe Kohlenhydrate ein bisschen. Viele meiner Bekannten nehmen sehr schnell zu bei Fettkonsum, auch bei low carb und kommen besser klar mit etwas mehr Kohlenhydraten. Dann riskierst du auch keine Dysfunktion deines Fettstoffwechsels, denn der leidet schnell, wenn auch nur ein Mikronährstoff fehlt (Beispiel Eisen, Beispiel Carnitin, Beispiel Magnesium etc.).

LG, Chris

Edit:
Was mir gerade noch einfällt: Wenn du auf Fettverbrennung setzen willst und testen willst ob die funktioniert, dann faste mal 16 Stunden lang. Normalerweise sollte nach der morgendlichen Entleerung deiner KH Speicher und einem sehr niedrigen Insulinspiegel kurz Hunger kommen, dann hGH und dann massiv freie Fettsäuren, woraus Hungerlosigkeit resultiert.
In meiner low-carb Zeit habe ich ähnliches auch immer wieder erlebt - so, dass ich dann irgendwann IF praktiziert habe, da kannst du dir 100% sicher sein, dass du nichts anderes als KF verbrennst.



 
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RE: Hunger trotz Eiweiß ?

#3 von Gelöschtes Mitglied , 28.05.2014 14:38

Hey Chris, merci für die ausführliche Antwort.

was mich nur wundert, dass ich morgens nach 40g Eiweiß + ca. 100ml Kokosmilch immernoch Hunger habe und das ohne körperliche Anstrengung und gutem Abendessen.
Heißt ja immer, Eiweiß stoppt den Hunger? :-)
Die Handvoll Paranüsse habe ich wegen dem Selen eingebaut ;-)

In der Tat habe/hatte ich weniger Hungerprobleme, wenn ich bis Mittags nichts esse. Ist denn dauerhaft IF ein Weg?
Habe das Gefühl wenn ich Anfang mit Essen hat das Hungergefühl bis zum Abend kein Ende mehr.

LG, Sven



RE: Hunger trotz Eiweiß ?

#4 von catweazle ( gelöscht ) , 28.05.2014 14:58

Zitat von Sven im Beitrag #3

was mich nur wundert, dass ich morgens nach 40g Eiweiß + ca. 100ml Kokosmilch immernoch Hunger habe und das ohne körperliche Anstrengung und gutem Abendessen.
Heißt ja immer, Eiweiß stoppt den Hunger? :-)



Man sollte seine Nahrung nicht trinken wenn man satt werden will. Viel mehr fällt mir dazu eigentlich nicht ein.


catweazle

RE: Hunger trotz Eiweiß ?

#5 von Chris (edubily) , 28.05.2014 15:03

Ja, Eiweiß stoppt den Hunger aber nur, wenn a) Fettsäuren freigesetzt werden und b) die Fettsäuren auch genutzt werden.

Menschen, die bereits dünn sind, haben oftmals Probleme außerhalb des totalen Fastens ordentlich Fettsäuren freizusetzen und müssten deshalb eher komplett verzichten, wenn man um sein Gewicht besorgt ist.

IF kann durchaus dauerhaft praktiziert werden. War bis vor ein paar hundert Jahren ja völlig normal.


 
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RE: Hunger trotz Eiweiß ?

#6 von Nati ( gelöscht ) , 28.05.2014 16:54

Zitat von Sven im Beitrag #1


habe die letzte Zeit (noch) mehr Hunger als sonst und das mit deutlicher Eiweißsteigerung und T3 Tuning:




Hmmm ...
Unsere Ausgangsblutwerte waren ja ähnlich und wir "tunen" derzeit beide, ich noch nicht ganz so lange wie Du ...
... aber mir geht es genau entgegengesetzt:

Ich muss darauf achten, genug zu essen.

Ich bin nämlich schon immer eher dünn.

Allerdings komme ich aus der Primal/Keto-Ecke und habe das eine ganze Weile fanatisch betrieben.

Sogar ein Blutzuckermessgerät gekauft und Ketonkörper gemessen ...

Und das "aus gesundheitlichen Gründen", nicht zum Abnehmen.

Inzwischen sehe ich das Ganze lockerer, achte aber immer noch darauf, nicht zu viele KH zu mir zu nehmen.
Heißhunger habe ich (derzeit) keinen auf KH, obwohl ich früher sehr gerne Schoki gegessen habe.

Also scheint Dein Körper ganz anders auf das Tuning zu reagieren.


Liebe Grüße,

Nati


Nati

RE: Hunger trotz Eiweiß ?

#7 von Bernd , 28.05.2014 17:59

Hallo,

wie ich schon im Blog geschrieben hatte ernähre ich mich seit ca. 1 Jahr "entspannt" low-carb und bin auch ein Freund des IF. Ich nutze dabei die 16/8 Stunden-Variante, hatte aber auch schon eine Weile die sog. "Warrior-Diät" von Ori Hofmekler probiert, bei der man wirklich nur ein kurzes Zeitfenster am Abend zum Essen hat.

http://www.team-andro.com/die-warrior-di...hrungsplan.html

Ursprünglich rein als Ernährungsumstellung zum Abnehmen gedacht wurden schnell die umfassenden Vorteile deutlich, zumindest bei mir. Obwohl ich intensiv Kraftsport betreibe, kein BB! ;-), ist beim IF nach einer gewissen Zeit der Umgewöhnung, zumal wenn man es mit LC kombiniert, körperliche und geistige Anstrengung und hohe Leistungsfähigkeit kein Problem. Auch das von mir praktizierte morgendliche Nüchterntraining ist problemlos möglich und hat eher noch Ressourcen herausgekitzelt. Einmal die Woche gibt es einen Reload-Day, in dem dann wieder KH zugeführt werden, die ich in der Woche sonst nicht esse, Nudeln z. B., wobei ich es mit der Kalorienmenge dabei dennoch nicht überteibe und es zum sog. "Fresstag" nicht ausarten lasse. ;-)

Was Sven betrifft denke ich, daß man zum einen bei 75-78kg bei 181m sicher nicht "Hilfe" schreien muß, denn der KF-Anteil wird wohl insg. nicht sehr hoch sein. Zum anderen hört sich das aus meiner Sicht nach Stoffwechselproblemen an, denn der Körper hat offensichtlich einen Mangel und signalisiert das mit Hungergefühl.

Da gibt es jetzt zwei Möglichkeiten, die eine ist sich da mal 2-3 Wochen durchzukämpfen, die Ernährung so belassen und mal schaun, ob diese Phase vergeht, sich der Körper gewichtsmäßig einpendelt und die Hungerattacken verschwinden.

Die zweite wäre aus meiner Sicht den Fettanteil moderat so lange zu erhöhen, bis die Hungerattacken vergehen. Du ißt ja nun wirklich nicht viel, auch nicht viel gesundes Fett. Da kann oft ein wenig fettreiche Milch über den Tag getrunken oder zum Salat noch eine Avocado oder morgens oder abends noch etwas Oliven-oder Leinöl schon eine "wundersame" Besserung erzielen.

Aus meiner Sicht bekommst Du mit so einem Essensplan wie von Dir beschrieben mit Sicherheit langfristig Probleme, sprich Hungerattacken, die Du auch sofort auf den Rippen landen oder zumindest gewichtssteigernd gespeichert werden, weil das einfach zu wenig Kalorien für Dein Gewicht sind und dauhafte Kalorienreduktion macht auch ein gesunder Körper eben nicht dauerhaft mit und verlangsamt zuerst den Stoffwechsel und speichert dann schon kleinste Nahrungsmengen. Auch Dein Eiweißansatz ist viel zu gering, wenn man bedenkt, daß 1,5-2g/Körpergewicht oprimal wären, da kommst Du mit Deinen 40g Eiweiß, den paar Eiern und dem TF und dem Fleisch nie hin.

Man sollte Reduktion idealerweise auch immer über einen gewissen Überschuß ausgleichen. Deshalb gibt es ja auch die von mir oben genannten Refeedtage bei den Profis, die damit in einer strengen Diätphase sogar deutlich abnehmen, weil sie dem Körper keine Mangelsituation signalisieren und somit praktisch der Stoffwechsel "überlistet" wird. Gerade gesunde Fette sind hier der Schlüssel, sowohl bei der Feinjustierung von Gewicht in einer Diät und beim Stoffwechsel insg. Natürlich gibt es noch weitere kleine Stellschrauben, auch die zugeführte Flüssigkeitsmenge spielt eine große Rolle und beeinflußt das Hungergefühl, aber ich denke, das Du ein Problem mit Deinem Stoffwechsel aus den o. g. Gründen hast. Du solltest aus meiner Sicht den Eiweiß-und Fettkonsum erhöhen, dann verbrennst Du mehr, nimmst ab bzw. pendelt sich Dein Gewicht eher an dem von Dir gewünschten Limit ein und die in jeder Diät oder Restriktion unvermeidlichen Hungerattacken werden deutlich weniger und können dann auch spielend wieder ausgeglichen werden, indem man mit der Kalorienbilanz "spielt".

Gruß Bernd

Gruß Bernd



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RE: Hunger trotz Eiweiß ?

#8 von May , 18.01.2015 16:27


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