Strong statin-diabetes link seen in large study

#1 von Markus , 21.07.2015 09:25

In einer Kohortenstudie bei fast gesunden 26.000 Teilnehmern wurde gezeigt, dass die Einnahme von Statinen das Risiko für Diabetes fast verdoppelte. Weiterhin stieg das Verfettungsrisiko um 18%.


Zitat
A study of nearly 26,000 beneficiaries of Tricare, the military health system, those taking statin drugs to control their cholesterol were 87 percent more likely to develop diabetes. The research confirms past findings on the link between the widely prescribed drugs and diabetes risk. But it is among the first to show the connection in a relatively healthy group of people. The study included only people who at baseline were free of heart disease, diabetes, and other severe chronic disease..diabetes...The study also found that the higher the dose of any of the statins, the greater the risk of diabetes, diabetes complications, and obesity.



http://www.sciencedaily.com/releases/201...50507145328.htm


„Wenn man sich die Methoden betrachtet mit denen die Pharmaindustrie die Entscheidungsträger unter Druck setzt, so gehören die eigentlich in die mafiösen Strukturen.“
Uwe Dolata (Kriminalhauptkommissar) in "Das Pharmakartell: Wie wir als Patienten betrogen werden", Frontal21, 2008.


 
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RE: Strong statin-diabetes link seen in large study

#2 von wmuees , 21.07.2015 12:20

Tja, dass ist eine Korrelation. Aber wo ist der kausale Zusammenhang?

Ich tippe auf folgendes: jeder, der ein Statin nimmt, hat ein metabolisches Problem und damit den Grundstein für seinen Diabetes schon gelegt. Das Statin selbst ist am Diabetes wahrscheinlich unschuldig.


 
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RE: Strong statin-diabetes link seen in large study

#3 von Markus , 21.07.2015 13:27

Hallo Wolfgang,

nein, das wurde in dieser Studie berücksichtigt! Im übrigen war das Risiko für Diabetes dosisabhängig.

Es gibt mehrere Faktoren:

Erstens: bei bislang Gesunden vermindert sich die Insulinisensitivität um 24%
http://www.pharmaceutical-journal.com/ne...0068064.article

Zweitens: Statine beindern die Insulinabgabe der Pankreas:
http://www.thelancet.com/journals/lancet.../abstract?cc=y=

Wenn wir uns den Pfad für Mevalonat anschauen:



Statine sind per Defintionem HMg-CoA-Inhibitoren, es wird also alles unterhalb des lila Kasten in der "Produktion gedämpft". Da findet man nicht nur die Ubiquinone (Co Q10, Teil der Zellatmung, ein Mangel führt somit zu mitochondrialen Dysfunktionen) und Cholesterin (noch weiter unten kommen die Androgene und Östrogene) sondern auch : Farnesyl-PP, Geranylgeranyl-PP und Prenylated Proteine. Diese Proteine werden aber in den Betazellen für die Insulinherstellung benötigt!

"By using inhibitors of each of these modifications, previous studies from our laboratory have demonstrated involvement of these proteins in physiological insulin secretion (Li et al., 1993; Metz et al., 1993). For example, using lovastatin (LOVA), an inhibitor of MVA biosynthesis from 3-hydroxy-3-methylglutaryl coenzyme A, which is a precursor of farnesyl and geranylgeranyl pyrophosphates, we have reported inhibition of glucose-induced insulin secretion from normal rat islets (Metz et al., 1993). Studies by Li et al. (1993) have demonstrated similar inhibitory effects by LOVA on bombesin- and vasopressin-induced insulin secretion from HIT-T15 cell"
http://jpet.aspetjournals.org/content/303/1/82.long


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