RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#16 von Cluhtu , 21.07.2015 12:11

Also was machen muss ich auf jeden Fall. So kanns nicht weitergehen. Das nervt mich nämlich tierisch. Meine Schilddrüse ist auch im Argen. Dafür hab ich in zwei Wochen einen Termin. Die Erkenntnis ist ja bei mir da. Ich muss nur noch stärker handeln, was mir zwar extrem schwer fällt, aber der Wille ist eindeutig da.

Meine Blutwerte sollten inzwischen echt ordentlich sein. Bloß Magnesium, die Hormone und die Neurotransmitter dürften problematisch sein. Da weiß ich aber die Werte nicht.

Ich kämpfe eigentlich ständig gegen mich, weil ich das einfach nicht akzeptieren bzw. wahrhaben will, dass ich so 'schräg' bin. Noch dazu weiß ich ja, dass es auch anders geht. Ich schätze mich als hochsensibel ein. Aber so richtig helfen tut mir das nicht. 5-HTP und Tryptophan nehme ich eh dauerhaft. Das hilft mir ja auch.

Von Meditation merke ich im Alltag nicht allzu viel, außer, dass ich während der Sitzungen extrem schwer zu Ruhe komme. Wenn ich es aber schaffe, bin ich sofort tiefenentspannt. Aber richtig. Dann spüre ich meinen Körper nicht mehr und kann extrem klar Denken.


 
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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#17 von Chris (edubily) , 21.07.2015 13:39

@Marie:

Ich bin auch sehr empfindlich ("hochsensibel"; geht sehr häufig einher mit Hochbegabungen). Trotzdem bin ich auch eher eine Kämpfer-Natur. Das heißt, dass beide Aspekte durchaus auch zusammenpassen. (Was aber auch Schaden kann!)

Ich finde, dass man sich - gerade als sehr empfindlicher Mensch - nicht so sehr darauf einlassen darf. Wenn ich meinen Gefühlen ständigen hinterher hängen würde, wäre ich dauernd fertig.

Das fängt damit an, dass mir viele Menschen leid tun. Vielleicht ist das falsch ausgedrückt. Ich habe immer ein tiefes Mitgefühl und hänge total oft in einer Empathie-"Falle" fest.

(Mal völlig davon abgesehen, dass ich die erfahrene Stupidität und Feindseligkeiten meiner Gedanken und meiner Ausführungen gegenüber, absolut nicht nachvollziehen kann und mich sehr häufig fragen muss, was genau bei diversen Menschen eigentlich nicht stimmt, wieso Menschen gewisse Aspekte nicht verstehen usw ... Das fuhr teilweise so in mich, dass es sich wie ein Schmerz anfühlte. Aber auch hier gilt: Learn to deal with it. Man kann nicht jeder Sache aus dem Weg gehen. Und dann gilt: Entweder du lässt es. Oder: Du findest Wege, damit umzugehen. Oder: Es schadet dir.)

Falls jemand kein "natürlicher" Kämpfer ist, dann sollte er zumindest in Erwägung ziehen, einen kleinen Kämpfer im Kopf zu installieren.

Auch wenn mein "Mann-Gerede" im Verlauf etwas unkonventionell erscheint, so sollte man versuchen, das männliche (und natürlich auch weibliche) Gehirn immer auch im Sinne der Evolution zu verstehen.

Und das männliche Gehirn reagiert auf Selbsterniedrigung eben damit, dass man sich selbst fühlt wie ein Babyhase. Dies wiederum hat massiven Einfluss auf den T-Haushalt. Denn es gibt schlicht ein paar Dinge, die man als Mann (gedanklich) nicht tun/zulassen sollte, sonst sind die daraus resultierenden Konsequenzen katastrophal. Was ein niedriger T-Wert für einen Mann bedeutet, weiß jeder, der das mal erlebt hat. Gerade in solchen hormonellen Situationen "primet" man das Gehirn auf solche Verhaltens- und Denkweisen.

Daher gebe ich dir absolut recht bezüglich deiner Ausführung: Ohne hormonelle Situation, nix los. Aber umgekehrt muss man auch einfach mal gedanklich voll da sein und eine mentale Disziplin an den Tag legen. Dazu gehört auch, sich selbst zu verwirklichen und selbst jemand zu werden. Denn letztendlich muss der junge Mann vorwärts gehen, Ziele verfolgen und erreichen, was als Nebeneffekt auch beinhaltet, dass der Fokus nicht mehr auf der "Störung" liegt.

Und hierbei könnte ein Mentor, Coach oder ein Vorbild sehr helfen. Wie "copen" Vorbilder mit den von mir als schlimm erlebten Situationen? Wie würden meine Vorbilder an meiner Stelle reagieren? Gibt es jemand, der mein Vorbild/Coach/Mentor sein kann? Und wenn ja, wieso kontaktiere ich diejenige Person nicht?

PS: Wurdest du mal auf Hochbegabung oder andere Sachen getestet? Häufig sind die "Schrägen" nämlich die, die besonders klug sind und gleichzeitig die, die es nie erfahren.


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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#18 von phil , 21.07.2015 15:56

Hey Cluthu,

ich habe in letzter Zeit auch wohl etwas streikende Neurotransmitter gehabt.
Habe da ein Buch empfehlen bekommen, welches ich dir gerne per E-Mail zukommen lasse (Adresse am besten per PN). Im Prinzip kann dir das Buch noch mal einen Test bieten mit dem du ungefähr messen kannst wie der Stand bei deinen Neurotransmittern ist. Ich habe das Ergebnis bei mir als relativ subjektiv betrachtet und war zunächst unsicher.
In den Folgekapiteln die man je nach Testergebnis lesen soll, werden dann verschiedene Mittelchen wie 5HTP, Tyrosin, Gaba oder DL Phenylalanin etc. empfohlen. Ausserdem werden auch immer Alternativen aufgezeigt, falls das eine oder andere keine Wirkung zeigt. Evtl. sind da ja noch Optionen für dich dabei.
Ich persönlich habe mich nach der ersten Einnahme von 5HTP wie ein komplett anderer Mensch gefühlt. Da schien bei mir echt ein Loch gewesen zu sein. Allerdings war dieses gefühlte Wunder auch nur bei der ersten Einnahme der Fall. Jetzt im Nachhinein merke ich schon noch das es etwas hilft, aber nicht mehr "so doll". Ich denke man gewöhnt sich schnell an den neuen Zustand.
Im Nachhinein habe ich auch mit Einnahmezeitpunkten variert und habe auch einzelne Sachen weggelassen. Bei DL Phenylalanin hatte ich gefühlt mehr Aggressivität, was dann auch dazu führte das ich schneller reizbar war. In Sachen herumprobieren, bin ich schon etwas weiter gekommen um sanfter durch den Tag zu flattern.

Ansonsten sind die Geschichten die Chris schon aufgezählt hat, wohl mit das beste was man im Leben so machen kann um sich gut zu fühlen. Sich mal damit beschäftigen was einen interessiert. Am Ball bleiben, nicht aufgeben. Irgendwann platzt der Knoten schon.

Achja, bei mir schien auch der gelegentliche Konsum (2-3x im Monat, am Wochende halt) von Alkohol die Neurotransmitter ordentlich zu stressen. Danach ging es mir immer spürbar schlechter. Nicht nur "am Tag danach". Wenn ich das richtig gelesen habe, ist das bei dir eh keine Option, da du eh schon verzichtest. Aber evtl. liest ja noch wer mit ähnlichen Symptomen mit.

Die Ernährung soll wohl auch eine Rolle spielen können. Also am besten mal eine Zeit lang isokalorisch ausprobieren, falls du momentan teilweise im defizit bist.
Der Darm soll ja was die Stimmung anbelangt auch mit einwirken. Um deinen Verdauungstrakt zu sanieren, hast du bestimmt schon einiges ausprobiert, oder? Wenn ich mich recht entsinne, findet man hier im Forum ein ganzes Arsenal an Empfehlungen für den Darm.



 
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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#19 von Chris (edubily) , 21.07.2015 16:53

Ich würde dir auch raten:

In den Situationen, in denen du die Kontrolle verlierst ... übe die Metaebene. Versuche dich einen Schritt nach hinten zu versetzen. Beobachte dich und deine Reaktion. Versuche, dich nicht mit der Situation zu identifizieren, sondern wie éine dritte Person daneben zu stehen.

Vielleicht hilft es dir, einen kühlen Kopf zu bewahren und nach ein wenig Übung, deine Körperreaktion bewusst in die richtige Richtung zu justieren.


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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#20 von Cluhtu , 21.07.2015 22:23

Ich denke auch, dass ich eher in Richtung Kämpfer gehe.. sonst würde ich ja nicht ständig neue Dinge ausprobieren und einfach resignieren. Es kann aber natürlich auch sein, dass ich mich da total falsch einschätze und eine Pussy bin. Aber man kann ja zum Glück einiges dagegen tun, um das nicht ständig zu denken. :)

Meinen Gefühlen hänge ich eigentlich dauernd hinterher. Dadurch verstärkt sich diese Abwärtsspirale natürlich extrem.
Jeder Satz, jeder schräge Blick und jedes Lachen (auch wenn es nichts mit mir zu tun hat) lösen bei mir starke, negative Gedanken aus.

Auf dieser Empathieschiene bin ich auch. Alles, was andere machen und sagen so intensiv wahrzunehmen.. Das ist alles andere als einfach. Aus dem Weg gehen kann und will ich dem aber nicht, also muss ich gezielt dagegen angehen bzw. etwas unternehmen, um damit besser klar zu kommen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll.
Ich mach momentan eine Ausbildung zum Fachinformatiker, die ich in 2 Jahren hinter mir habe. Sie ist annehmbar, aber eigentlich überhaupt nicht das, was mich interessiert.

Ich habe mit 12 Jahren mal einen IQ-Test gemacht. Da war ich bei 108, glaub ich.



 
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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#21 von Cluhtu , 21.07.2015 22:42

Hey Phil,

ich schick dir gleich mal eine PN.

Das 5-HTP habe ich durch besseren Schlaf und stärkere Träume wahrgenommen. Mehr aber leider auch nicht.

Die starken Probleme mit meinem Bauch sorgen dafür, dass ich eigentlich immer hypokalorisch esse. Das ausreichende Essen ist also eine ziemliche Baustelle.. Ich mache momentan die SIBO-Kur von Markus und hoffe, dass mir das hilft. Bisher aber nur mittelmäßig. Es kann natürlich sein, dass die Ängste und der Stress meinem Bauch stark zusetzen und es wirklich keine organischen und bakteriellen Ursachen gibt. Jetzt werde ich auf jeden Fall erstmal die Kur weitermachen. Mit FODMAPS und Fruktose habe ich auf jeden Fall stark zu kämpfen und die sind sicherlich ein Grund meiner Probleme. Wenn ich nur Fleisch, Eier und Fisch esse, habe ich fast keine Probleme. Das Problem dabei ist aber, dass mir die Kohlenhydrate fehlen.

Für den Darm habe ich bisher Glutamin, Tryptophan, 5-HTP, SBOs, resistente Stärke, Glycin, Cystein, Magnesium, Vitamin D und noch etliche weitere Mittel ausprobiert. Einige nehme ich momentan ein, andere nicht. Bisher haben alle nicht die erwünschten Effekte gebracht.

Chris, das was du meinst geht doch in die Richtung der Selbstreflexion oder? Das versuche ich nämlich schon, aber habe das Gefühl, dass ich mir immer wieder selbst ein Bein stelle. Ich werde es mal weiter versuchen.

Einen Termin für Hypnose, EMDR, FET und MET habe ich schon mal. Dort werde ich mal ein wenig rumprobieren, was mir am besten hilft.
Zum Endokrinologen geht es hoffentlich auch demnächst. :)



 
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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#22 von Kallisto , 21.07.2015 23:03

Zitat
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll.
Ich mach momentan eine Ausbildung zum Fachinformatiker, die ich in 2 Jahren hinter mir habe. Sie ist annehmbar, aber eigentlich überhaupt nicht das, was mich interessiert.



Was interessiert dich denn? Wenn du hierauf keine eindeutige Antwort findest, kannst du dich ja in den kommenden 2 Jahren damit beschäftigen und dann kannst du immer noch was anderes machen.

Machst du Sport, der dir Spaß macht? Es muss ja nicht das Krafttraining am Eisen sein, wenn es dir keinen Spaß macht. Ich hatte mal ne Zeit lang Kampfsport betrieben, das hatte viele Vorteile... neue Leute kennen gelernt mit denen man auch was unternehmen konnte, abgelegte Gürtelprüfungen vermitteln Ziele, Erfolge, Selbstbewusstsein. Bei traditionellem Kampfsportarten sind oft auch noch Meditation und Entspannungsübungen dabei. Nur so als Denkanstoß ;)


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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#23 von Cluhtu , 21.07.2015 23:18

Eigentlich interessiert mich alles. Bloß kann ich mich nicht wirklich entscheiden, was ich mir aussuchen soll.
Ich denke aber, dass ich die Schiene Gesundheit, Ernährung und Sport fahren sollte. Davon hab ich wenigstens etwas bis an den Rest meines Lebens. :)

Aufgrund meiner vielen Beschwerden hab ich das die letzte Zeit ziemlich flöten lassen.
- Bin aber momentan dabei täglich innen Fluss zu hüpfen und ein paar 100 Meter zu schwimmen. Das Wetter spielt dabei keine Rolle, weil ich damit gleichzeitig noch ein wenig Kälteexposition betreiben kann
- Sprinttraining werde ich demnächst auch noch dazu nehmen. Da ich aber durch das tägliche barfußlaufen momentan ziemlich geschundene Füße habe, wird das vermutlich noch ein paar Wochen dauern, bis ich das in Angriff nehmen kann
- Freeletics werde ich auch mal ausprobieren

Da das aber alles Dinge sind, die ich alleine mache und sozial auch vorwärts kommen will, muss ich mir wohl oder übel auch mal Kampfsportarten anschauen. Helfen die denn im Bezug aufs Selbstbewusstsein? Das ist ja immer noch meine größte Baustelle.

Finde ich übrigens super, dass ihr mir so helft! :)



 
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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#24 von Performance_ , 22.07.2015 00:57

Hallo Cluthu,

an dieser Stelle möchte ich auch mal eine etwas ausführlichere Antwor sschreiben, weil mir ähnliche Sorgen wie dir auch schon begegnet sind.

Bei mir war es eher das Gefühl von Einsamkeit das mich häufig heimsuchte. In der Zeit nach dem Abitur war es besonders schlimm, weil sich einfach alles so komplett änderte.
Raus aus der comfort zone und rein ins kalte Wasser. Man befand sich plötzlich ohne seine gewohnten Schulkollegen und Freunde in der so ernsten Arbeitswelt wieder.
Es brauchte seine Zeit sich hier zurechtzufinden, aber ich nehme jede Herausforderung dankend an.
Und so bin ich Zug um Zug in meiner Tätigkeit aufgegangen, habe mich fokussiert, neu ausgerichtet und habe auf diese Weise ein neuen Ankerpunkt in meinem Leben geschaffen.
Was ich sagen will: Das Leben ist ein ewiger Wandel, das ist die Natur. Nichts ist konstant und ewig.
Auch deine jetzige Situation nicht. Sei dankbar für diese Erfahrung die du jetzt sammelst. Klingt erstmal komisch aber im Laufe der Jahre wirst du das verstehen.
Mithilfe solcher Phasen entwickelt man sich weiter, findet zu sich selbst, lernt sich ganz anders kennen und hat auch so die Möglichkeit sich neu auszurichten, neue Prioritäten im Leben zu setzen.

Finde übrigens einige Ausführungen hier sehr gelungen und möchte daran anknüpfend auf Julia Engelmann aufmerksam machen : http://m.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8

Ich finde, sie bringt es total auf den Punkt!!

Das Thema Darm würde ich nochmal sehr genau betrachten.. Mach mal einen ausführlichen Test bei medivere. Ich glaube, hier liegt der Auslöser von so manchen Krankheiten und Symptomen. Stichwort Darm-Hirn-Achse.

Ich schätze dich übrigens als sehr einfühlsamen und emotionalen Menschen ein. Verleugne diese Eigenschaft nicht, auch wenn es vielleicht nicht cool wirkt oder so. Leiste deinen Beitrag zur Gesellschaft und verbreite Nächstenliebe und Fürsorge. Tust du anderen etwas Gutes, kommt auch Gutes zurück zu dir. Konzentriere dich auf das Positive der Menschheit.

Und wichtig, mach mal eine Inventur deiner Persönlichkeit. Wer willst du sein? Wie möchtest du dir selbst und deinen Mitmenschen begegnen? Wo willst du mal hin? Was macht dich als Menschen aus? Beobachte dich selbst sehr genau und lasse bewusst alle deine Gefühle zu!

Viel Erfolg weiterhin :)
Patrick


 
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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#25 von Marie , 22.07.2015 06:43

Guten Morgen!

Zuerst möchte ich mal loswerden, dass ich es unglaublich klasse finde, wie ihr hier miteinander umgeht!
Wohlwollend, freundlich, interessiert, reflektiert, intelligent und mitfühlend!

Es macht Spaß, Eure Ausführungen und Ideen zu lesen und es bringt mit Sicherheit auch vielen anderen, die stille Mitleser sind, guten Input!!

Ich wünsche Euch alle Kraft der Welt, Eure Lebensbestimmung zu finden und aus Euch selbst heraus glücklich zu werden!!!


Als ich das Wort "hochsensibel" benutzte, bezog ich es nicht nur auf die emotionale und emphatische Ebene.

Es betrifft meistens auch einige oder gar alle Sinne.
Man hört, sieht, riecht und fühlt schon Sachen drei Meilen gegen den Wind im Nebel und ist oft ziemlich geschmacksempfindlich.
Das kostet enorm Kraft und Neurotransmitter, oft ohne, dass man es bewußt wahrnimmt.

Geräusche nerven (Straßenlärm...), Lichteindrücke lösen Kopfschmerzen aus(Disco), Gerüche beeinträchtigen das Wohlbefinden(an jeder Ecke riecht es anders), Etiketten in den Klamotten kratzen.....
Da könnte ich Euch einiges aufzählen.
Sozusagen in Eurem Fall der Prinz auf der Erbse

Muss nicht jeder alles haben, aber schaut mal, welches Sinnestor für Euch besonders wichtig ist oder auch besonders empfindlich/empfindsam ist.
Dort kan man dann lernen, sich zu schützen oder diesen Bereich sinnvoll nutzen.

Hochsensibilität ist ein Gut, das sich lohnt, zu pflegen.
Es gibt uns Möglichkeiten, kreativ, intensiv und auf interessanten Ebenen das Leben zu meistern.

Leider wird "Hochsensibel" oft als eine Plage und als etwas lästiges, schwieriges, beeinträchtigendes hingestellt.
Schade! Für mich ist es eine Chance!

Klar, man sticht aus der Menge, für männliche Wesen glaube ich, ist das Ganze noch schwieriger.
Frauen werden dann oft als Mimose oder wehleidig hingestellt.
Jungs dann als Weicheier... (Eure momentanen Ausdrücke kenne ich da leider nicht )

Tja, wo wäre die Welt ohne Hochsensible?
Kunst, Musik, neue Erkenntnisse, Veränderung und die ganze emotionale Bandbreite wäre wohl ziemlich eingeschränkt.

Und ja, Chris, meistens sind diese Menschen auch nicht gerade dumm!
Das macht es in unserer Kultur leider nicht einfacher.


Zitat
Das 5-HTP habe ich durch besseren Schlaf und stärkere Träume wahrgenommen. Mehr aber leider auch nicht.



Dieses Ergebnis ist sehr viel!
Du verarbeitest Deine täglichen Erlebnisse und Gedanken auf einer anderen Ebene besser und Deine Organe können sich durch besseren Schlaf gut erholen.

Ich würde es nicht als "Mehr leider auch nicht" bezeichnen, eher als "Gut, dass es mir auf dieser Ebenen hilft".

Wieviel, wann und welches 5-HTP nimmst Du da?
Auch das hat großen Einfluss auf die Wirksamkeit.

Übrigens, ich habe mit 5-HTP meine 52-Jahre dauernde Migräne endlich in den Griff bekommen und seit drei Jahren kaum noch Anfälle.
Wenn, dann sehr abgeschwächt und locker erträglich.
Und meine Panik vor Hunden (begründet!!!) ist "nur" noch Angst und Respekt, keine Panik mehr.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag mit interessanten Gedanken und Erlebnissen!

LG Marie


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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#26 von Kallisto , 22.07.2015 09:47

Ich denk mal jeder hier hat solche Phasen schonmal erlebt, und dann auch wieder Lebensabschnitte die einen auf ein höheres Level gepusht haben.

Zitat
- Freeletics werde ich auch mal ausprobieren

Da das aber alles Dinge sind, die ich alleine mache und sozial auch vorwärts kommen will, muss ich mir wohl oder übel auch mal Kampfsportarten anschauen. Helfen die denn im Bezug aufs Selbstbewusstsein? Das ist ja immer noch meine größte Baustelle.



Freeletics mach ich aktuell auch, da gibt es in jeder größeren Stadt Gruppen die sich über Facebook organisieren, da könntest dich z.B. einfach mal anschließen, die Leute sind da generell sehr aufgeschlossen und unterstützen sich gegenseitig. Je länger du das machst desto besser und schneller wirst du in den Workouts und siehst Erfolge.
Es muss ja nicht Kampfsport sein, mir hat es jedenfalls viel gebracht. Dort gibt es eben diese greifbaren Ziele und Erfolge mit abgelegten Gürtelprüfungen oder Bruchtests. Das sind alles Erfolge, die wir wollen und das Selbstbewusstsein stärken. Und wenn du nen guten Verein hast, eben auch eine gute Gemeinschaft. Da gibts überall auch Probetraining, wo du mal in so ne Gruppenstunde reinschnuppern kannst.

Zitat
Und wichtig, mach mal eine Inventur deiner Persönlichkeit. Wer willst du sein? Wie möchtest du dir selbst und deinen Mitmenschen begegnen? Wo willst du mal hin? Was macht dich als Menschen aus? Beobachte dich selbst sehr genau und lasse bewusst alle deine Gefühle zu!


Sehr schön!
Dazu würd ich gern noch ergänzen, beobachte auch andere Menschen (was du wahrscheinlich eh schon machst) und erkenne wer du nicht sein willst bzw. welche Wirkung diese auf dich haben. Menschen in denem Umfeld die dich "runter" ziehen, kannst du im Moment eher weniger brauchen...


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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#27 von Cluhtu , 22.07.2015 22:36

Und weiter gehts. :)

@Phil: Danke nochmal für das Buch! Das ist echt genial. Ich kenne zwar fast alles, was so drin steht, aber nicht die genauen Zusammenhänge. Es hat mir jetzt aber schon in einigen Dingen geholfen. Ich habe es auch schon fast durch. :D

@Patrick: Ich habe/hatte auch oft dieses Gefühl der Einsamkeit. Aber wenn ich diesen Gedanken und Gefühlen ständig hinterherhänge, wie die letzten Monate/Jahre, dann wird alles nur schlimmer. Also "einfach" gar nicht erst das Gefühl zulassen und Dinge unternehmen bzw. Dinge tun, die die gegenteiligen Gefühle erzeugen. Wobei ich aber auch denke, dass Einsamkeit uns näher zu uns selbst bringt und man sich dadurch besser kennen lernt. Das gehört auch auf jeden Fall zur Entwicklung dazu.

Das Video ist echt gut! Gefällt mir sehr und spiegelt das Problem von mir und vermutlich auch vielen anderen, wenn nicht sogar uns allen wieder.

Die Tests bei Medivere werde ich demnächst machen.. sobald ich das Geld dafür zusammen habe.

Diese Selbstinventur mache ich momentan. Ich denke, ich bin da auf einem guten Weg momentan. Meine Gefühle zuzulassen werde ich die nächste Zeit mal ausprobieren. Dann werde ich aber vermutlich auch viele Dinge machen und auch sagen, die ich mir bisher verkniffen habe und die mich nerven.

@Marie: Ja, den Umgang hier im Forum finde ich allgemein super. :)

Die drei Beispiele von dir treffen zu 100% auf mich zu. Da kommen aber auch noch einige Weitere dazu. Ich habe wirklich dauerhaft das Gefühl von allem um mich herum viel mehr wahrzunehmen, als andere. Ich habe aber das Gefühl, dass ich das in eine positive Richtung lenken kann. Auch hier bleib ich natürlich dran.

Als "Pussy" bezeichnen sich momentan irgendwie fast alle in meiner Klasse und teilweise auch in der Arbeit. Ich denke aber nicht, dass das grundlegend negativ ist, weil man sich gegenseitig eingesteht, dass man schon wieder auf hohem Niveau jammert. Beispiele gibts ja etliche: Wenns mal wieder ein bisschen wärmer oder kälter ist, oder man Muskelkater hat, oder der Fluss kälter ist als gedacht. Wir können so viele Dinge nicht ändern und schaffen es trotzdem nicht, uns damit zu arrangieren. Auf der anderen Seite können wir viele Dinge verändern, aber schaffen es nicht, den ersten Schritt zu gehen.

Okay, das mit dem 5-HTP hatte ich so nicht bedacht. Da liegst du sicherlich richtig. Ich nehme momentan morgens, mittags und abends eine Tablette mit 100mg. Noch mehr sollte eigentlich nicht nötig sein oder?
Ich werde die nächste Zeit mal Taurin, Glycin, Inositol, L-Tryptophan, Glutamin und auch mal Gaba ausprobieren. Mal schauen, vielleicht holt mich ja einer der Stoffe oder vielleicht sogar mehrere mal ein wenig runter. Solange ich es mit der Einnahme nicht übertreibe, sollte das ja in Ordnung gehen.

@Kallisto: Stimmt, das werde ich beides mal näher anschauen. Selbstgesteckte Ziele sind für mich besonders wichtig, weil ich mich sonst wieder nicht aufraffen kann und sich das alles wieder im Sand verläuft, weil ich keine Fortschritte sehe.

Die Leute um mich herum beobachte ich fast ständig und versuche die positiven Dinge mitzunehmen. Bei den negativen Sachen merke ich mir nur, wie ich nicht sein möchte und versuche das dann auch umzusetzen. Das Problem ist, dass ich bei sehr vielen Menschen das Gefühl habe, dass sie mich runterziehen bzw. stressen. Das fängt ja schon jeden Tag in der Arbeit mit einigen Kollegen an, bei denen ich einfach nicht weiß, wie ich mit ihnen umgehen soll.

So, gute Nacht! :)



 
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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#28 von Marie , 23.07.2015 07:47

Moin Cluhtu!

Die Menge Deiner Dosis des 5-HTP müsste reichen!
Mehr würde ich da auch nicht nehmen.
Ist es eine Retard-Form?
Die wirkt bei einigen wesentlich besser.

Noch "ein" Nachsatz zu meinen vorherigen Ausführungen:

Diese Sensitivität der Sinne ist im Grund nicht zu beeinflussen.
Das ist Veranlagung.

Aber man kann aufpassen, dass man sich nicht zu viel zumutet.

z.B.
- Tonkonserven nur anmachen, wenn Du wirklich gezielt etwas hören möchtest, keine Berieselung, keine Ohrstöpsel und nicht den ganzen Tag
- keine Klamotten anziehen, die irgendwie drücken, kratzen oder sonstwie stören. Auch wenn sie noch so cool sind
- möglichst Plätze/Situationen meiden, die zu viele Sinneseindrücke bieten
- Pausen am Tag/in der Woche einlegen, in denen Dich wenig bis nichts erreicht
- Handy öfters ausmachen, vor allem in der Nacht
- überhaupt, nicht immer erreichbar sein
- täglich Meditation und irgendwas mit Bewegung, die runterfährt ( z.B. Walken/Laufen/Spazieren gehen oder Yoga, Thai Chi, Qi Gong muss man ausprobieren, was einem da liegt)
- eine kreative Tätigkeit suchen (schreiben, malen, Musizieren, denken, kochen, technisches......)
- nicht gegen seine Veranlagung arbeiten!!!
- auch mal die Augen zu machen, in nicht vermeidbaren Situationen an was anderes Denken oder sich ein Ritual der Ablenkung ausdenken
- regelmäßige Schlaf-und Essenzeiten versuchen, einzuhalten
- Menschen, die einem nicht gut tun, auf Abstand halten (kann ja freundlich geschehen)
- ....

Hört sich alles etwas kompliziert an, aber man gewöhnt sich dran, sich zu schützen.

Ich habe schon als Kind immer gedacht, dass ich nicht normal wäre.
Jede Falte im Bettlaken hat genervt, kratzige Klamotten haben mich nervös gemacht, von schnellen Lichteindrücken bekam ich Kopfschmerzen (z. durch eine Allee fahren, Disco), ein schiefes Bild an der Wand hat den "Grade -Rück - Reflex" bei mir ausgelöst, alles hinterfragen,...
Lauter komische Sachen, die den Gleichaltrigen völlig am A... vorbei gingen.

Eines Tages, da wir ich so Mitte 30, musste ich eine größere neurologische Untersuchung machen.
Beim Abschlußgespräch sagte mir der Prof, dass ich eine 2,5fach schnellere Geschwindigkeit der Reizübertragung hätte als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Haha, nach der Aussage war mir klar, warum ich so drauf bin.
Irgendwann später kam mir dann mal das Buch über den Weg :"Zart besaitet" (da gibts aber mittlerweile bessere)
War ne große Erleichterung, zu wissen, dass ich normal bin, nur nicht der Durchschnitt.

Unsere Festplatte im Kopf ist an einem Tag voll, andere haben dafür ne Woche Zeit
Also muss man das anders pflegen.

Werfe Dir nicht zu viele Sachen ein, lieber wenig gezielte, dafür guten Lebensstil und Essgewohnheiten.
GABA kann man z.B. auch nur gezielt einsetzen.
z.B. vor aufregenden Gesprächen, Treffen etc., nicht einfach wahllos jeden Tag.

Suche Dir Ziele aus, die zu Dir passen.
Der Durchschnitt der Leute sind leider kein Vorbild für Hochsensible, richte Dich da nur nach Dir und Gleichgesinnten.
Und forciere nix, tut nicht gut
Das ganze ist ja auch ein Lernprozess!!!

Schönen Tag an alle!

LGM



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RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#29 von Falk , 23.07.2015 22:02

Hallo zusammen,

Zitat von Marie im Beitrag #28

Noch "ein" Nachsatz zu meinen vorherigen Ausführungen:

Diese Sensitivität der Sinne ist im Grund nicht zu beeinflussen.
Das ist Veranlagung.

Ich habe schon als Kind immer gedacht, dass ich nicht normal wäre.
Jede Falte im Bettlaken hat genervt, kratzige Klamotten haben mich nervös gemacht, von schnellen Lichteindrücken bekam ich Kopfschmerzen (z. durch eine Allee fahren, Disco), ein schiefes Bild an der Wand hat den "Grade -Rück - Reflex" bei mir ausgelöst, alles hinterfragen,...
Lauter komische Sachen, die den Gleichaltrigen völlig am A... vorbei gingen.



Genau sowas kenne ich auch. Ebenfalls schon seit der Kindheit. Bei mir war (und ist zum Teil) noch eine leichte Verlagerung der Wahrnehmung dabei, soll heißen, sehr viel hat sich bei mir in der Gedankenwelt abgespielt, während "die reale Welt" vom Wahrnehmungsempfinden her in den Hintergrund rückte.

Früher dachte ich auch, dass halt einfach die Veranlagung daran Schuld ist und man daran nichts ändern kann. Mittlerweile glaube ich aber, dass Veranlagung in dieser hinsicht etwas überschätzt wird und noch andere Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Faktoren, die man auch beeinflußen kann.

Ich hatte schon als Kind eine anfällige Gesundheit. Mit steigendem Alter (und parallel dazu steigendem Gewicht und labilerer Gesundheitslage) wurden auch diese "komischen Sachen" immer häufiger und schlimmer. Sehr schnelle geistige Ermüdung in sozialen Situationen, zunehmender Hang zum sozialen Rückzug (typischer Einzelgänger), verstärkter "Ordnungswahn", u.v.m, bis hin zu depressiven Neigungen.

Umso schlechter es mir körperlich ging, umso schlimmer war meine psychische Lage. Seitdem es mir gesundheitlich besser geht, bin ich viel Kontakt- und Entscheidungsfreudiger, bin geistig belastbarer und nicht mehr so "komisch" in sozialen Situationen.

Natürlich fordern psychisch belastbare Lebensphasen ihren Tribut, aber ich bin mittlerweile durch eigene Erfahung davon überzeugt, dass es zum Großteil vom körperlichen Zustand abhängt, wieviel man dem entgegenzusetzen hat und als wie belastend man diese Situation empfindet.

Zitat
Ja, ich muss Chris da auch recht geben, die einzige Möglichkeit, aus einer ungeliebten Position herauszukommen, ist, sich zu bewegen.
Wurde ja in klaren Worten formuliert.

Allerdings sei mir ein kleiner Einwurf erlaubt:
Es ist verdammt schwierig, durchzuhalten, wenn was in der Körperchemie nicht stimmt.

Die Kopfentscheidung/Erkenntnis ist das eine, das Handeln das nächste.
Aber durchhalten und eine andere Denke verinnerlichen?
Das klappt aus meiner Erfahrung (sowohl eigene, als auch berufliche) nur, wenn Hormone, Neurotransmitter und die Vitalstoffe gut funktionieren.



Dem kann ich zu 100% zustimmen
Passend dazu: Weltbewegende Fortschritte haben sich bei mir erst eingestellt, als ich mich darangemacht habe, tatsächlich zu handeln. Vorher habe ich mich auf die Symptome konzentriert und alles versucht um eine Diagnose zu bekommen, um dann erst eine passende Behandlung zu finden. Das war eine Mischung aus der "Suche nach der Nadel um Heuhaufen" und Rätselraten. Alle Gedanken sind um "Krankheit" gekreist. Stattdessen macht es wesentlich mehr Sinn sich auf die Heilung zu konzentrieren. Ob auf die vermuteten Ursachen abziehlend oder auf den gesamten Körper bezogen ist erst mal zweitrangig.


@Cluhtu:
Ich meine herauszulesen, dass du einige ähnliche Probleme hast wie ich sie hatte. Vielleicht hilft es dir:
Bei mir habe ich die Verdauung, genauer den Darm als Hauptquelle der Probleme ausgemacht. Häufige Antibiotikagaben und jahrelange grottenschlechte Ernährung hinterlassen halt irgendwann Spuren.
Nach diversen NoCarb-Versuchen ist mir aufgefallen, dass es speziell Ballaststoffe sind, die ich nicht vertrage und nicht wie angenommen sämtliche Kohlenhydate.
Was mir sehr gut geholfen hat waren hochdosierte Probiotika und das wiederaufnehmen von Kohlenhydraten in die Ernährung. Kann sein, dass dein Körper erst nicht mehr damit zurecht kommt, aber im Forum/Blog/Handbuch findet sich genug dazu.
Ebenfalls empfehlen kann ich Lecithin. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, gibt es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen einem Mangel an Cholin und Inositol (beides im Lecithin enthalten) und diversen nervlichen Krankheitsbildern.

Ich wünsche dir jedefalls viel Erfolg im weiteren Weg zur Gesundheit



 
Falk
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zuletzt bearbeitet 23.07.2015 | Top

RE: Angststörungen, Panikattacken und chronischer Stress

#30 von Marie , 23.07.2015 22:16

Hi Falk!

Damit keine Missverständnisse aufkommen:

Hochsensibilität an sich ist kein nervliches Krankheitsbild, sondern eine Persönlichkeitsstruktur, die nicht zu beeinflussen ist.
Die höhere Reizleitungsgeschwindigkeit hast Du oder hast sie nicht.


Aber man kann mehr der weniger sinnvoll damit umgehen, sowohl über Lebensstil und Ernährung, als auch bei Bedarf mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Ob in bestimmten Konstellationen und nicht Beachten der Struktur später mal auch ein nervliches Leiden entsteht, ist natürlich nicht auszuschließen.
Da hoffe ich mal, dass diese Menschen dann eine sinnvolle psychologische Begleitung finden, um das aufzuarbeiten.

LGM


Marie  
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