RE: Kakaoflavonoide

#16 von Max , 19.07.2015 12:40

"... Unguter Nebeneffekt der Alkalisierung ist, dass fast alle Flavonoide ausgewaschen werden.
Alkalisierte schwarze Schokolade hat daher keine antioxidative Wirkung, ebenso wie Milchschokolade.
Kakaopulver und Schokolade können jedoch ohne Alkalisierung hergestellt werden, aber teurer.
Da das Verfahren der Alkalisierung nicht auf den Verpackungen angegeben werden muss, wissen VerbraucherInnen nicht welche Art Schokolade sie erworben haben."

http://www.milchlos.de/milos_0737.htm

s. auch folgende Dissertation:

http://hss.ulb.uni-bonn.de/2013/3417/3417.pdf

Ich erinnere mich, dass ich die Verfasserin angerufen habe und dass sie gesagt hat, sogar Kakaonibs können alkalisiert sein.

Ohne jetzt alles noch einmal durchgesehen zu haben, finde ich auf Anhieb Folgendes:

S. 100: "Nach der Alkalisierung sind nur noch 24 % des Flavanolgehaltes zu quantifizieren, verglichen mit den Flavanolgehalten des nicht alkalisierten Kakaopulvers."

S. 104: "In alkalisierten Kakaopulvern sind die niedrigsten Flavanolgehalte von allen untersuchten Kakao-Verarbeitungsproben zu quantifizieren.
Das Ausmaß der Epimerisierung ist bei alkalisierten Kakaoprodukten am größten."


Der Begriff „Alkalisierung“ bezeichnet die Zugabe von Alkalisalzen wie Kalium- oder Natriumcarbonat während der Herstellung des Kakaopulvers.
... Durch die Alkalisieurung wird der Eigengeschmack des Kakaopulvers hervorgehoben und der säuerlich-bittere Geschmack gemildert.
Zusätzlich wird die Farbe des Kakaos vertieft. Ferner führt eine Alkalisierung des Kakaos dazu, dass sich die Löslichkeit des Kakaopulvers z.B. in kalter Milch erhöht.

http://www.naturata.de/wordpress/?p=303



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RE: Kakaoflavonoide

#17 von Max , 19.07.2015 13:13

Fortsetzung:

"Der absolute Polyphenolgehalt in Kakaoerzeugnissen schwankt erheblich. Woran liegt das?
Schon die Gehalte in den verschiedenen Sorten und Provenienzen schwanken verhältnismäßig stark.
In unfermentierten Forastero-Kakaobohnen findet man z.B. etwa 8% Phenole in der Gesamtmasse, in Criollo-Bohnen dagegen nur ca. 5%.
Untersuchungen an verschiedenen Provenienzen zeigen, dass die Fermentation einen erheblichen Einfluss auf den Polyphenolgehalt hat.
So weisen schwach fermentierte Kakaobohnen einen höheren, stark fermentierte dagegen einen niedrigeren Polyphenolgehalt auf.
Dies ist nachvollziehbar, da bei einer längeren Fermentation, der Einfluss der kakaoeigenen Phenolase auf die Polyphenole größer ist.
Bei diesem Prozess nimmt vor allem der Anthocyangehalt ab. Im weiteren Verlauf der Kakaoverarbeitung treten Verluste an Polyphenolen unterschiedlichen Ausmaßes auf.
Beim Rösten gehen je nach Verfahren etwa 10–40% der Ausgangsmenge an Polyphenolen verloren.
Die Alkalisierung führt zu besonders hohen Abbauraten: Hierbei können bis zu 90% der Ausgangsmenge an phenolischen Komponenten zerstört werden."

http://www.lci-koeln.de/deutsch/veroeffe...und-polyphenole


Noch einmal zu der Diss. von Lisa Kothe (s. voriges Posting): Wenn ich bei Google eingebe "kakao alkalisierung flavonole zerstört", erscheinen schon aus dieser Dissertation folgende Sätze:
"Gleiches gilt für die Alkalisierung von Kakao. .... Die feine Vermahlung zerstört die Zellwände, die Kakaobutter tritt aus und eine ...... "

Hier noch eine recht kurze Dissertation über Kakao. die ich aber nicht gelesen habe (wenn man schon den Vorspann liest: "... Insbesondere danke ich meinen beiden Töchtern für ihr Verständnis, dass ihre Mama nicht immer Zuhause sein konnte", bekommt man bereits ernsthafte Zweifel an der Seriosität der Arbeit ...)
http://hss.ulb.uni-bonn.de/2011/2489/2489.pdf


"... Der Kakao enthält aufgrund des weniger intensiven Pressverfahrens und dem fehlenden Alkalisieren noch eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenole und Flavonoide."
http://www.naturata.de/wordpress/?p=2024
Ich will keine Werbung für diesen Kakao machen, ich habe am 18.7.2015 um 11.48 Uhr (s.o.) oben schon geschrieben, das auf der Packung steht: "Mengenausgleich", d.h. hier ist auch noch schlechterer Kakao drin.
Ich finde, sie sollten diesen Kakao lieber etwas teurer verkaufen und dafür den Mengenausgleich unterlassen.



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RE: Kakaoflavonoide

#18 von Mr. Xu , 19.07.2015 13:48

Vielen Dank Max!

Die Bonner von Lisa Kothe ist die interessante. Jetzt werde ich doch meinen Kakaokonsum vervierfachen müssen. ;-)
Die stark entölten, welche leider weniger Bukett besitzen, sind wohl eher ohne Säureregulator. Gar nicht so einfach, das zusammen mit der Cadmium Problematik unter einen Hut zu bringen. Ja, zu dem Mengenausgleich sehe ich das genau so. Das Problem ist die fehlende Tranparenz, weil es (noch) die Masse der Konsumenten nicht interessiert.



 
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RE: Kakaoflavonoide

#19 von Max , 19.07.2015 14:26

Hallo Mr. Xu,

es gibt Kakao pur raw von Pacari, der angeblich - so ein Verkäufer - ohne Alkalisierung hergestellt sein soll, er behauptet auf seiner Website, pacari erhitze nur bis 42 % während des gesamten Verarbeitungsprozesses.
Pacari wird in Dt. eingeführt und an die Händler geliefert von einer Berliner Firma ("quitoberlin"), ich habe mit der Gf. telefoniert, sie stammt aus Südamerika.
Sie sagt zu dem, was der Händler schreibt, "Schwachsinn", allein bei der Fermentierung entstehen Temperaturen von > 70° Celsius.

Wenn ich den naturata-Kakao nehme, spüre ich keinen Unterschied zu dem von Pacari.

Nur wenn ich eine der Schokoladen esse, die ich oben genannt habe (GEPA Sao Tomé 95 % Kakao, Vivani Panama 92 % Kakao oder Pacari 100 %), werde ich hellwach und kreativ.


Jetzt noch mal ein allerletzter Versuch betr. meine Ausgangsfrage:

Hat das jemand ausprobiert mit Kakaonibs, Kakao, Schokolade o.ä. und positive Wirkungen in Bezug auf seine Gedächtnisleistung verspürt?



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RE: Kakaoflavonoide

#20 von Kiki , 20.07.2015 15:53

@Backkakao gibt es einen im Denns ohne Säureregulator (hellbraune Verpackung)

@Schokolade, Moser Roth 85% soll afaik auch ohne Säureregulator gemacht werden


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RE: Kakaoflavonoide

#21 von H_D , 31.07.2015 10:15

Zitat von Kiki im Beitrag #20
@Backkakao gibt es einen im Denns ohne Säureregulator (hellbraune Verpackung)

@Schokolade, Moser Roth 85% soll afaik auch ohne Säureregulator gemacht werden

Hast du was zur Moser?
Ich habe lediglich die Auskunft bekommen, dass die Schokolade einen Conchierungsprozess durchläuft.


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RE: Kakaoflavonoide

#22 von Max , 01.08.2015 19:07

Normalerweise werden Kakaobohnen bei hohen Temperaturen geröstet und später zu Schokolade conchiert.
Das bedeutet: walzen, reiben und erhitzen über 70 Grad, wodurch die Flavonole verloren gehen.

Bei roher Schokolade - raw chocolate - wird weder geröstet noch conchiert.
In Schokolade mit hohem Kakaoantiel kann allerdings Cadmium, ein Schwermetall, enthalten sein.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch...ur-1908773.html
"Mit Edelkakao ist fast immer Kakao aus Südamerika gemeint und diese Kakaosorten haben die höchsten Cadmiumgehalte in den Bohnen, weil die Böden in Südamerika so cadmiumreich sind.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertete das Risiko, das von Cadmium ausgeht, Anfang 2009 neu und legte eine wöchentliche Aufnahmemenge von 2,5 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht als tolerierbar fest. ... Edelschokolade mit ebenso hohem Kakaogehalt aus Amerika und Asien bringt es aber sogar auf bis zu 1300 Mikrogramm. Wer eine Tafel Edelschokolade in der Woche isst, nimmt deshalb unter Umständen mehr als hundert Mikrogramm Cadmium auf."

Da fragt man sich doch, was kann man heutzutage überhaupt noch essen?



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RE: Kakaoflavonoide

#23 von ginandjuice , 08.08.2016 20:49

Huhu.

Hab diesmal einfach mal nur auf den Preis geschielt und mich für folgendes Produkt entschieden:
https://www.amazon.de/gp/product/B008QYE...0?ie=UTF8&psc=1

Gibt es von eurer Seite aus etwas zu bemängeln? Und wenn nicht: Wieviel Kakaopulver sollte man täglich zuführen, damit die NO-Produktion optimal läuft? Gibt es da eine dosis-wirk-Beziehung , d.h. je mehr desto besser? Aus kostengründen würde ich da eher weniger nehmen, auch weil ich das Kakaopulver mit anderen Substanzen mische, also:

- Citrullin: 5gr
- AAKG: 5gr
- Traubenkernmehl: 10 gr
- Olivenblattpulver: je nach dem
- Hagebuttenpulver: 10 gr

Bisher habe ich immer eine ganze Tafel Moser Roth Schokolade in Kombination mit 200 Gramm Heidelbeeren gegessen und jedesmal einen unglaublichen Effekt auf mein Wohlbefinden spüren können. Heute z.B. fühle ich mich extrem wach und fokussiert, fast so als ob ich mehrere Liter Kaffee getrunken hätte (aber ohne innere Unruhe). Nächstes Mal werde ich darauf achten die Schoki eher morgens zu verzehren, sonst kann ich nicht schlafen ;)

viele Grüße


" Machs einfach, aber machs einfach!"


 
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RE: Kakaoflavonoide

#24 von valentino , 10.08.2016 14:33

Eine ganze 100g oder 200g Tafel?
Gönne ich dir, aber wie war eines deiner Ziele?


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RE: Kakaoflavonoide

#25 von ginandjuice , 10.08.2016 17:29

ist mit dem ziel des abnehmens vereinbar, iifym ;). tafel 125 g.


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RE: Kakaoflavonoide

#26 von valentino , 11.08.2016 10:19

Esse ja auch gerne dunkle Schokolade, aber so große Mengen bekomme ich nicht runter.


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RE: Kakaoflavonoide

#27 von ginandjuice , 11.08.2016 15:40

heute sind´s nur 75 g. ich esse sie aus dem grund, dass ich jedesmal einen deutlichen effekt auf mein wohlbefinden verspüre, vor allem in kombination mit beeren (heidelbeeren zb). ich hab es ja in dem anderen thread gepostet, was ich zusätzlich eingenommen habe , also an supps. denke das war eine echte antioxidantien-bombe ;-)


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RE: Kakaoflavonoide

#28 von carpi_flexor_radialis , 13.08.2016 13:43

Hast Du keine Probleme mit Verstopfung, bei so viel Schoki?


 
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RE: Kakaoflavonoide

#29 von ginandjuice , 13.08.2016 20:34

Nein, überhaupt nicht, zumal ich mittlerweile dazu übergehe eher jeden zweiten Tag ca. eine halbe Tafel zu essen ;-)


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RE: Kakaoflavonoide

#30 von kurtextrem , 02.03.2017 23:33

Hat schon jemand was neues bzgl. Schokoladen die Online/im Handel erhältlich sind wegen möglichst hoher Flavonoide Anteil rausgekriegt? :)
Gab glaube mal eine Liste irgendwo, aber finde die nicht mehr.


 
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