Basische Ernährung

#1 von hypercyper , 21.07.2014 16:10

Ich hab hier mal einen Artikel den eine Bekannte von mir gefunden hat. Ist glaub ich zur Zeit schon aktuell sowas.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/bas...naehrung-2.html

Zitat:
"Die basische Ernährung
Die basische Ernährung ist eine Ernährung aus basischen Lebensmitteln. Gleichzeitig werden die säurebildenden Lebensmittel vollständig gemieden.

Die basische Ernährung verhindert naturgemäss eine Übersäuerung (die bekanntlich für nahezu alle chronischen Leiden verantwortlich gemacht werden kann) und hilft bei einer bestehenden Übersäuerung, diese abzubauen.

Das Ziel der basischen Ernährung ist also ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt. Denn eine Übersäuerung kann zwar durchaus normal sein – allerdings nur bei einer Leiche.

Die basische Ernährung unterstützt Sie folglich dabei, diesen Zustand (den einer Leiche) möglichst lange zu vermeiden, indem sie für den richtigen pH-Wert am richtigen Ort sorgt."

Ich weiß jetzt nicht wirklich ob da was dran ist. Aber eine Ernährungsweise die mir sagt dass Fleisch schlecht ist? Das kommt mir sehr spanisch vor

LG
Johannes


 
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RE: Basische Ernährung

#2 von Chris (edubily) , 21.07.2014 16:47

Hallo Johannes,

die Niere erkennt tatsächlich ob ein Nahrungsmittel basisch oder sauer im Organismus reagiert und puffert dies dementsprechend ab mit Mineralien.
Das heißt, dass ein erhöhter Proteinkonsum, was generell "sauer" ist, Calcium aus den Knochen mobilisiert, um zu puffern.

Was viele dabei aber vergessen ist, dass der Körper gleichzeitig die Resorption von Calcium aus dem Darm steigert, was dazu führt, dass der Calcium-Netto-Effekt gleich bleibt oder sogar positiv wird.

Weiterhin vergessen viele Anhänger solcher Thesen auch, dass der Knochen aus Protein besteht und nicht aus Calcium.

Trotzdem sollte man regelmäßig und ausreichend Mineralien zu sich nehmen. Das ist alles.

Kalium, Calcium, Magnesium!

LG, Chris


 
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RE: Basische Ernährung

#3 von Markus , 21.07.2014 16:48

Hallo,

ZDG ist eine Veganerseite, die auch praktischeweise gleich alles für deren Bedarf verkauft, die Alkalitabletten praktischerweise auch.

Da stört Fleischgenuß natürlich....also versucht man es dem Omnivoren via TMAO oder Säuren madig zu machen.

Das geht dann so:
(Blatt-)Gemüse = alkalisch= gut
Fleisch = säure = schlecht
Getreide = Säure = schlecht

Die gehen dabei aber gleich von Stufe 1 auf Stufe 3 (ohne die Stufe 2 zu kenne) über wie Chris sagen würde.

Also eigentlich müsste das ZDG sagen:

a)Getreide->Fleisch->Säure = schlecht

man kann es aber auch so ausdrücken:

b)(Blatt-)Gemüse -> Fleisch -> alkalisch =gut

a) ist konventionelles Fleisch, das mit Soja, Kleie und Mais schnell hochgezogen wird, das hat einen etwas sauren PH.-Wert. Ok

Wenn wir jetzt aber in b) den Kühen alkalisches Gras geben (weidegefüttert, im Winter Heu), also so, wie ZDG es den Menschen direkt empfieht, dann kannst du dir dein alkalisches Futter indirekt über das Weidefleisch holen. Und hast somit für dich ein alkalisches Futter. Ganz einfach, Problem gelöst! Und die Sache mit den Anti-Nährstoffen (Lektine, Phytate, Trypsininhibitoren usw.) gleich mit. Von dem mit dem Fleisch zusätzlich aufgenommenen Carnitin, Carnosin & Co und den vielen Vitaminen aus der natürlich mitgegessenen Leber mal ganz zu schweigen

Die Unterscheide bei den basenbildenden Minealstoffen bei grasgefütterten und Kraftfuttergefütterten Kühen kannst du gerne Schwarz auf Weiss nachlesen:
http://www.journalofanimalscience.org/co...86/12/3575.full

Grasgefütttert heisst das Zaiberwort beim Fleisch!

Grüße vom Food-Nazi!
Markus

PS; Säure kann der Mensch probemlos via Urin und Atmung ausscheiden, ein "sauer zeigender" Urin-Meßstreifen misst also eh nur die funktionierende Ausscheidung von Säure. Was ja ganz im Sinne des "Erfinders" ist und nichts pathologisches darstellt.



 
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RE: Basische Ernährung

#4 von Chris (edubily) , 21.07.2014 17:06

Zitat
Die gehen dabei aber gleich von Stufe 1 auf Stufe 3 (ohne die Stufe 2 zu kenne) über wie Chris sagen würde.



Haha perfekt, Markus. Genau so würde ich das ausdrücken.

Du hast übrigens einen guten Punkt gemacht: Die Anti-Nährstoffe in ihren Nahrungsmitteln verhindern ja immer die Resorption von Mikronährstoffen. Ich würde gerne mal wissen, ob diverse Nahrungsmittel die im Labor "basisch" sind, dann auch im Körper so ankommen.

Und weiterhin gebe ich dir recht, dass diese Seite sehr wirbt für eine vegane Ernährung. Und dann wird viel Müll verbreitet. Noch so ein Ding war das mit der Eiweißspeicherkrankheit. Heißt jetzt nicht mehr Arteriosklerose, sondern Eiweißspeicherkrankheit.

Oh man. Das liegt wohl an der nicht optimalen Hirnentwicklung aufgrund B12 -, n3 -, Cholin-Mangel.



 
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RE: Basische Ernährung

#5 von Dawid ( Gast ) , 03.11.2014 10:57

In der Tat mutet dieses ZDG sehr heilpraktikerhaft an...
Aber zurück zur Sache: Wer sich bez. der "Säurelastigkeit" von Eiweißhaltigem nicht hinters Licht führen lassen will, dem empfehle ich sich über Schaub und dessen Schriften zu informieren. Dort erfahren wir unter anderem, daß die Zitrone eben mitnichten genügend ph-positive Mineralien mitbringt, um ihre faktische Säurelast im Körper auszugleichen. Die weitere Vegan-Argumentation lautet, Fleisch übersäuere eben via hohen Puringehalt (Abbau zu Harnsäure). Aber man zeige mir doch ein nicht-tierisches Lebensmittel, welches eiweißreich, purinarm und frei von Östrogenen ist (wegen des letzten Punktes fällt die Lupine weg) - es wird sich keines finden. Daher kommt die Vegan-Verblödung vielleicht gar nicht so sehr wegen eines Cholin- und B12-Mangels (weil die Problematik bis dahin gar nicht erst gelangt) sondern schlicht aufgrund eines mickrigen Eiweißspiegels, welcher den Organismus quasi paralysiert was die mengenmäßig adäquate Bereitstellung von Verdauungsenzymen (stets Eiweiß-Mineral-Verbindungen) angeht.


Dawid

   

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