RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#16 von terrarianer , 17.06.2015 07:11

Hi Chris,
die Menschen in der Steinzeit hatten aber ein Leben, dass hier ja propagiert wird, nämlich echte Nahrung und Bewegung. Etwas was uns in der heutigen Zeit immer mehr abhanden kommt.
Vor 2 Jahren wusste ich nicht einmal etwas von Vitamin D, jetzt supplementiere ich es, weil der Wert etwas niedrig war. Doch woher soll ich wissen wie viel Magnesium, Zink oder Aminosäuren in meinem Blut zirkulieren? Ich denke durch das ganze bunte Gemüse das ich esse muss es schon passend sein? Oder habe ich schon einen Mangel und muss einfach regelmäßig (alle 4Monate) zum Arzt meine Werte messen lassen?

Sorry für die ganzen Fragen: )

LG
Daniele


 
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RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#17 von Gelöschtes Mitglied , 17.06.2015 07:23

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #15
Im Übrigen ist es auch kein Zufall, dass Menschen wie Usain Bolt etc. alle zu Müller-Wohlfahrt gewandert sind. Was glaubst du denn, was die von dem bekommen haben? Und ein Usain Bolt wird sicherlich nicht von Fleisch, sondern von EW-Pulver leben. Genau wie Dara Torres damals, die das "Weltmeister-Produkt" von Warnecke geschluckt hat. Genau wie die Stanford-Schwimmer, die von Sears betreut wurden mit 18 g Omega-3 und dann Bestzeiten schwommen ... ach Gott ... Strunz würde sagen: Wir sind Ameisen.


Wobei die jetzt nicht alle zu Übermenschen geworden sind wegen NEM, sondern wegen täglicher, 16 stündiger geistiger und körperlicher Fokussierung auf EINE Sache, welche diese besonders gut können WOLLTEN und alles andere dafür zurückgestellt haben.

Ein paar Beiträge vorher stand wieder das große Wort "genetisches Maximum": Ja in was denn - Gewichtheben, Laufen oder Schachgroßmeister...? Das erreicht man NUR durch Willenskraft und das festlegen EINES Zieles in dem man am Maximun kratzen will. Erst wenn man seine Lebensumstände (das ist nicht der 9-5 Bürojob) so geregelt hat, kann man über ein "Maximum" nachdenken.



zuletzt bearbeitet 17.06.2015 07:42 | Top

RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#18 von Bernd , 17.06.2015 08:14

Hallo,

ich bin kein Evolutionsforscher, aber ich wage mal zu behaupten, die gesündesten und damit langlebigsten Menschen der Erde, ob in Okinawa oder den Hochgebirgen der Anden, haben von den Problemen und den Fragestellungen die wir uns hier machen genauso wenig jemals etwas gehört, wie von NEM, Aminogramm, der "richtigen" Supplementierung von Vitamin D und der Frage den Eiweißshake eher post oder pre, two per day oder was anderes, ist die SF-Diät toll oder eher nicht usw.

Die machen sich auch keine Gedanken darüber ob der Supermarkt nun Kiwis aus Neuseeland oder frische Bananen oder Granatäpfel hat oder surfen stundenlang im Net nach OLE und LEF.

Während sich hierzulande die Leute schon missionarisch mit dem Thema Essen und Gesundheit beschäftigen und deshalb auch immer wieder auf selbsternannte Gurus und "Experten" hereinfallen, weil sie, anders als noch vor wenigen Jahrzehnten, in dieser Überflußgesellschaft zum einen den Überblick und zum anderen das natürliche Körpergefühl verloren haben, um selbst zu erkennen, was gesund ist und was man wirklich braucht, essen die oben genannten einfach das, was sie dort haben. Und das auch noch nicht in Massen sondern in Maßen. So einfach kann ein langes Leben offensichtlich sein. Und das sind dann auch keine Asketen, da wird auch gepafft und ein guter Schnaps getrunken.

Noch vor kurzer Zeit gab es auch hier keine Exoten und keine Pillen, da gab es frische Äpfel und Kirschen vom Baum, Sauerkraut und Rotkohl oder andere saisonale Gemüse, einen deftigen Eintopf mit viel Gemüse und am Sonntag auch mal ein schönes Stück Fleisch oder einen Fisch, mit frischen Kartoffeln und herzhafter selbstgemachter Soße. Und die Leute, sprich unsere Eltern oder Großeltern, sind auch in Deutschland nicht an Mangelerscheinungen am Essenstisch zusammengebrochen. Und es soll ja hierzulande immer noch Landesteile geben, in denen gesunde Kost vor allem das ist, was man vor Ort anbaut und dann frisch auf den Teller kommt und die Menschen dort trotz deftiger Schweinshaxe, leckerem Vollfettkäse, Weidemilch mit mind. 3,8% Fett und einem frischen Bier usw. lange und gesund leben. Mir jedenfalls ist z. B. Bayern nicht als Notstandsgebiet oder Region mit Mangelerscheinungen und dadurch ernährungsbedingter erhöhter Mortalität bekannt.

Und wir sollten immer bedenken, daß sich hier zu diesem Thema mittlerweile eine schon absurde und gigantische Industrie gebildet hat, die zum einen immer neue Mittelchen produziert und zum anderen auch die "notwendigen" Ängste schürt, damit diese Mittelchen dann auch massenhaft gekauft werden, egal ob wirklich sinnvoll oder nicht und vor allem ob wirklich notwendig und wirksam.

Ein "back to the roots ist" sicher oftmals besser, als dieser absurde Hype um einen angeblichen Mangel und den dann natürlich in unendlicher Auswahl vorhandenen "Gegenmitteln", die auch deshalb so profitabel sind, weil der Mensch an sich faul und bequem ist. Darauf baut auch die gesamte gigantische Diätindustrie auf. Von 10 Leuten stecken sich eben 9 Leute lieber ein Vitamin-D-Präparat in den Mund, statt die nötige Stunde Tages-und Sonnenlicht zu nutzen, dann müßte man ja vom TV oder PC aufstehen. Statt sich ordentlich zu bewegen eben dann doch lieber den Slim Fast-Dreck, geht schnell und man kommt nicht ins Schwitzen usw. usf. It´s a business, so simple...!

Es ist nun mal so, wer keine Probleme hat, der schafft sich welche...!

Gruß Bernd



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zuletzt bearbeitet 17.06.2015 | Top

RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#19 von Gelöschtes Mitglied , 17.06.2015 08:49

@Bernd

Wunderbar - vielen Dank für diesen Post.



RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#20 von Chris (edubily) , 17.06.2015 09:25

Was aber immer vergessen wird ist, dass back to roots nur bedingt machbar ist. Leistungssportler schlucken das Zeug auch nur, weil sie einen Zustand kreieren wollen, der das Pensum überhaupt erst ermöglicht.

Das ist der Strunz-Gedanke: Ein 60-Stunden-Chef der zusätzlich 20 Stunden pro Woche für den Ironman trainiert ... dem wird nicht gesagt: Mach mal weniger, so dass dein Körper regenerieren kann. Dem wird direkt Testo verschrieben für seinen niedrigen T-Wert. (Was natürlich verrückt ist!)

Auf der einen Seite sollten wir natürlich die menschliche Physiologie etc. berücksichtigen und im dem Sinne sprechen wir auch immer davon, auf den Körper zu hören. Er braucht mehr Schlaf? Dann sorge dafür.

Auf der anderen Seite finde ich dein Bild, Bernd, zu eindimensional. Meine Oma lebte auf dem Land, hatte massiv Stress (5 Kinder), hat von dem gelebt, was es damals gab (und das war alles "natürlich") und hatte im Endeffekt mit 55 Jahren drei Herzinfarkte, danach Herzleistung von 15 %. Und nur, weil die Menschen "nicht zusammengebrochen" sind, heißt das noch lange nicht, dass man diverse Zustände nicht hätte vermeiden können. Oder anders ausgedrückt: Nur weil man damals nicht wusste, was "burn out" ist, heißt es nicht, dass es ihn nicht gab. Die Dunkelziffer war bei der preußischen Einstellung sicherlich deutlich höher. DIese "Rückblenden" funktionieren einfach nicht. Wir glorifizieren sehr häufig oder sehen Vieles romantischer als es eigentlich ist.

Was ich damit sagen will: Es ist abstrus zu glauben, dass "Natürlich" gleichzusetzen ist mit dem, was wir eigentlich gerne hätten.

Meiner Meinung nach leben wir heute in einem Zeitalter, das a) zu Extremen neigt aber b) unendliche Möglichkeiten hat.

Ich für meinen Teil bin sehr, sehr froh, dass ich über Arginin, Stickstoffmonoxid etc. Bescheid weiß. Auch das Wissen um Magnesium hat mir damals beinahe das Leben gerettet. Das heißt nicht, dass ich jetzt total durchdrehe und wie ein Neurotiker (Stichwort Extrem) alle Pillen einwerfen muss. Aber man kann die "high tec"-Variante geschickt für sich nutzen. Und das steht im Sinne einer positiven Entwicklung.

Heißt: Mäßigung auch im Sinne einer etwaigen radikalen Ansicht bezüglich der "Lebensführung wie früher" - eine gemäßigte Mischung aus "Modern" und "Früher" halte ich für angebracht(er).

Zitat
Wobei die jetzt nicht alle zu Übermenschen geworden sind wegen NEM, sondern wegen täglicher, 16 stündiger geistiger und körperlicher Fokussierung auf EINE Sache, welche diese besonders gut können WOLLTEN und alles andere dafür zurückgestellt haben.

Ein paar Beiträge vorher stand wieder das große Wort "genetisches Maximum": Ja in was denn - Gewichtheben, Laufen oder Schachgroßmeister...? Das erreicht man NUR durch Willenskraft und das festlegen EINES Zieles in dem man am Maximun kratzen will. Erst wenn man seine Lebensumstände (das ist nicht der 9-5 Bürojob) so geregelt hat, kann man über ein "Maximum" nachdenken.



Natürlich. Expertise-Level erreicht man nicht durch NEM. Das ist doch ganz klar. Man muss für ein Expertise-Level mit Sicherheit auch keine NEM schlucken. Darum geht es nicht. Es geht eher um das Grundgefühl, dass der Körper so funktioniert, wie er soll. Und wir uns eben nicht in die Turnhalle schleppen müssen mit einer Anämie oder schwerem Magnesiummangel. Und noch einmal: Ich wette, dass Einige das hier noch nicht erlebt haben und deshalb auch die Gedanken dahinter nicht verstehen.

Es ging niemals darum, irgendwie zum Übermenschen zu werden. Wenn das so verstanden wird, dass ist es Quatsch. Es geht darum, ein normales Funktionieren zu gewährleisten und die Ressourcen-Verfügbarkeit auszubauen, so dass man vielleicht auch stabiler daher kommt.

Es geht aber nicht darum, NEM als "Droge" zu sehen, wenngleich der Effekt wohl Drogen-ähnlich ist, wenn man einen tiefen Mangelzustand (so wie bei mir) kompensiert.

Fakt ist aber, dass wir uns viel zu häufig auf irgendwelche Leistungszuwäche konzentrieren, anstatt nachhaltig dafür zu sorgen, dass - z. B. - die Arterien frei bleiben.


Flee from goods that flee from thee; Seek ye not, for fortune seeketh thee.


 
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RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#21 von Bernd , 17.06.2015 12:18

Hallo Chris,

ich wollte sicher keine "Ernährungsdebatte" lostreten! Und mein Verweis auf frühere Zeiten war insofern auch nicht darauf gerichtet diese zu verklären, sondern eher auf die Fragestellung des Threaderöffners. Ich bin sicher, Du weißt, was ich ausdrücken wollte. Denn natürlich konnte man sich früher und kann man sich auch heute hierzulande vollkommen gesund sozusagen aus dem Land ernähren. Auch ohne Südfrüchte und andere Exoten, mit dem was dieses Land an relevanten Nahrungsmitteln aller Art bietet. Dies im Hinblick und beispielhaft im Sinne der von mir angeführten Langlebigkeitsvölker die genau das tun oder auch einiger afrikanischen Völker, die Du selbst gern als Beispiel dafür anführst, daß diese sich teils sogar recht einseitig ernähren und dennoch unsere westlichen Zivilisationskrankheiten nicht kennen. Ganz ohne NEM und Ernährungsberatung. Das Problem in unserer westlichen Welt ist doch daher nicht ein Mangel und deshalb ein Muß an NEM etc., sondern eine vielfach falsche und ungesunde Ernährung nebst Massenkonsum.

Im übrigen weißt Du ja aber selbst, daß ich dennoch in keinster weise ein "Gegner" von NEM´s bin, im Gegenteil. Aber ich nehme diese in erster Linie aus Bequemlichkeit und Zeitmangel. Ich habe keine Zeit und Lust mir all diese Nahrungsmittel so zusammenzustellen und anzufertigen, wie man es müßte und könnte, um sich "vollkommen" gesund zu ernähren, obwohl es da sicher weniger bedarf, als man denkt. Aber statt 10 Eier am Tag zu essen gibt´s eben einen Esslöffel Cholin etc. Aber natürlich wäre es möglich sich so zu ernähren. Ich könnte mir problemlos die Top-10 der argininreichsten Nahrungsmittel jeden Tag einverleiben und bräuchte kein Pulver, mache ich aber nicht, das Pulverchen geht schneller. Man könnte das jetzt ewig lang fortsetzen, möchte ich aber gar nicht.

Letztlich meinst Du eine Optimierung. Das kann man natürlich immer und ist auch positiv zu sehen, mal davon abgesehen, daß man sich auch krank-und totoptimieren kann, wie Doping belegt. Aber wie gesagt, an Optimierung ist nichts schlechtes und ich bin selbst dafür.

Und Du meinst Korrektur, wie man an Deinem pers. Beispiel sieht. Du bist jetzt im Stadium der Optimierung, aber mußtest erstmal wieder auf einen "normalen" Pfad zurück, nachdem Du Dich so abgeschossen hattest, wie Du öfter beschrieben hast. Aber das ist ja nicht die Allgemeinheit oder gilt für alle, auch wenn sich, wie auch hier im Forum, viele durch Ernährungsexperimente, Fehlernährung, exzessiven Sport oder andere Aspekte den Stoffwechsel zerhauen und letztlich einen Mangel oder "Schaden" auf verschiedenen Gebieten produziert haben und nun Hilfe und Rat suchen. Wie gesagt, es geht ja auch anders. Auch ich hatte jahrelang in Armeezeit und Job größten sportlichen, körperlichen und auch geistigen Stress, kannte zu der Zeit keine NEM, habe mich ganz normal ernährt, ohne Wissen zu LowCarb, HighProtein usw. und war kein Asket. Ich hatte diese von Dir zu Deiner Person geschilderten körperlichen und psychischen Probleme nie.

Was können also unsere beiden persönlichen Beispiele sagen? Letztlich nur, daß alles sehr individuell ist und Beispiele daher nicht zu verallgemeinern sind.

Schlußendlich denke ich, wir sind nicht sehr weit voneinander entfernt, und wenn doch, geht die Welt davon auch nicht unter!

Gruß Bernd



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RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#22 von Chris (edubily) , 17.06.2015 12:25

Kann man so stehen lassen

Mehr brauche ich nicht zu sagen. :-)


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RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#23 von allu , 26.06.2015 17:16

Ernährung kann nur dann alle abdecken wenn sie Vielfältig ist ! ..........Natürlich ist Obst aus der Dose unoptimal... Vitamine gehe schnell flöten.

Was bringen Nährstoffe ohne Ende wenn der Mensch sich nicht bewegt , wenn er kein gute Luft hat.
Hat man Probleme mit dem Blut gehen viele Nährstoffe gar nicht erst in die Zellen , d.h nach meiner Auffassung das man 1000 mg Vitamin C in Form von Obst sich reinhaut ,, aber durch Mangelbewegung und "Dickes" Blut fast nix ankommt in den Zellen .

Da Gehirn reguliert Nährstoffverteilung -> Viel Sport , Mehr Bedarf , Mehr Einlagerung ...Wird ein Organ weniger verwendet... Sitzen ... Lustlosigkeit ..dann schaltet das Hirn ein Prozess ein der Nährstoffe aus dem Organ rauszieht und in anderen Regionen verteilt die es Nötiger haben -> Gehirn und Herz , Lunge.

Krebs kann auch entstehen durch Faulheit.... Man darf nie vergessen das wir eine BIOCHEMISCHE BOMBE SIND.. Sehr Sehr Komplex..und das sieht man ja an den Nahrungsdebatten..was wir alles bräuchten !! -> Umsetzbarkeit meist nicht möglich-> Mangel -> Alterung... Eigentlich Logisch.


Mein Tipp ist immer früh aufstehen 30 min Laufen (Leicht) auf leeren Magen + frischer Sauerstoff = reaktivierung des Stoffwechsels innerhalb weniger Tage. Geht ratz Fatz .. Wir leben an unsere BIOCHEMIE VORBEI ..so wie es ja edubily auch biochemisch oft beweist..


Schlafmangel verursacht auch Mineraldefizit.


Ne gute Nahrung ist quasi nicht alles.........Es müssen noch andere Faktoren passen.


Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!

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RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#24 von Bernd , 26.06.2015 18:08

Zitat von allu im Beitrag #23
Mein Tipp ist immer früh aufstehen 30 min Laufen (Leicht) auf leeren Magen + frischer Sauerstoff = reaktivierung des Stoffwechsels innerhalb weniger Tage.


Hallo allu,

und was ist mit den vielen Menschen deren Biostoffwechsel ings. völlig normal, aber vielleicht etwas anders ist und die eher nachtaktiv sind? Die daher länger schlafen und diejenigen, die grundsätzlich etwas länger Schlaf brauchen und dann am Rest des Tages trotzdem völlig aktiv und gut drauf sind?

Ich denke, Verallgemeinerungen sind hier völlig fehl am Platz! Im Gegenteil, die richten genug Schaden an. Jeder für sich muß seine Balance und seine starken und schwachen Phasen erkennen und danach handeln. Plumpe "mein Tip für alle" paßt hier nicht, wie man sie auch immer begründen mag. Es wird immer Menschen geben, die das Gegenteil beweisen und bei denen es genau anders herum oder völlig anders ist.

Gruß Bernd



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RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#25 von allu , 28.06.2015 22:09

Ernährung deckt nur dann alles ab ..wenn es Biologisch rein und Frisch ist. ,,,,,Was bringen 1KG Obst mit 50 Pestiziden ? -> mehr Verschleiß als Nutzen. Je verpackter Nahrung ist desto ..... ich sag mal sinnloser für den Körper. Vitamin C von Obst und Gemüse baut sich schnell ab nach ERNTE .... sehr schnell. So schnell das wenn das Produkt zu Hause ist ... ne Menge schon weg ist.


Ich denke mit dem jetzigem Lebensstil der Leute im Durschnitt .. + Einkaufen in Discountern + Stress....Nährt die Ernährung nicht mehr so gut. Lebensmittel haben bei vielen keine Priorität.

Der BWM ist wichtiger.. Wir sind STATUS Menschen geworden. ICH HAB ICH BIN ICH KANN DU LUSCHE BOSS ..Versteht ihr was ich meine. SO wird das nix. :)


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RE: Kann Ernährung alles abdecken?

#26 von ChristineH , 03.06.2016 10:20

Weil in den vergangenen Tagen ein paar Beiträge zum Thema in der Szene zu lesen waren (beispielsweise ein Interview mit Dr. Tom Cowan http://chriskresser.com/why-you-need-to-...h-dr-tom-cowan/ oder http://drhyman.com/blog/2016/06/02/8-way...oss-resistance/ die PaleoMom natürlich schon seit Jahren http://www.thepaleomom.com/2015/10/the-a...ochemicals.html), hole ich mal diesen Thread wieder hoch.

Es beschreibt sehr schön, warum wir heute Pillen/Pulver einwerfen:
a) Wir leben in keiner heilen Umwelt mehr, wo man bedenkenlos auf einem Spaziergang diverse Kräuter und Wurzeln sammeln und sich dann zubereiten kann. Heute musst Du schon genau wissen, welcher Bauer seine Wiesen nicht (über)düngt und wo die Leute ihre Hunde nicht streunen und hinpissen lassen, um Dir selbst was zu sammeln.
b) Du müsstest selbst anbauen, damit Du wirklich immer frisch ernten kannst und damit Du diese große Vielfalt auch überhaupt verfügbar hast. (Zeit! Priorität!) Außerdem würde dadurch weniger Gemüse weggeworfen - man erntet nur eine Handvoll, statt einen ganzen Salatkopf kaufen zu müssen beispielsweise.
c) Du müsstest noch mehr Zeit investieren, um Überschüsse selbst haltbar zu machen für den Winter.
d) Du müsstest wirklich essen, was grade wächst. Im Winter halt bspw. Kohl. "Schmeckt nicht und vertrag ich nicht" ist ja die Ausrede heute, warum man lieber süßes Obst (Import) oder immer dieselben vier Gemüse (Karotten, Paprika, Tomaten, Gurke) isst.
e) Du müsstest etwas mehr Geld in die Hand nehmen, als der Durchschnittsdeutsche bereit ist zu zahlen. Wer kauft denn das ganze Styropor-Plastik-Schutzatmosphäre-Fleisch im Supermarkt?
f) Du müsstest erst wieder lernen, welche Knospen/Triebe/Wildkräuter man essen kann.
g) Auch beim Zubereiten braucht es Zeit, 1 kg Kartoffeln ist schneller zubereitet als 7 kleine Portionen unterschiedlicher Gemüse. (BTW: Ich seh da im Geist immer diese vielen kleinen Schüsselchen auf traditionellen japanischen Esstischen ...)

Alles in allem: Die meisten sind nicht bereit, die Zeit und Mühe zu investieren. Sie arbeiten lieber 50 Stunden in der Woche (Auto, Urlaub und Smartphone müssen ja bezahlt werden) und kaufen sich dann Pillen.

Disclaimer: Auch ich lebe nicht so, dass ich ganz ohne NEM auskomme, bitte versteht mich nicht falsch. Aber ich arbeite dran, die Vielfalt meiner Gemüse zu erhöhen, ich arbeite dran, Innereien zu essen und mir Fermente einzulegen, ich bin mit weniger Geld zufrieden, um Stress zu reduzieren, schlafe ausgiebig usw.


 
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