Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#1 von Taren , 08.06.2015 09:20

Liebe Leute,

bei Fotos fällt mir immer wieder auf, dass ich v.a. im Gesicht häufig starke Wassereinalgerungen habe, bzw. fallen diese dort besonders auf. Ab und an gibt es Phasen, wo dieses Wasser gänzlich verschwindet und mir blickt plötzlich nahezu eine ganze andere Person aus dem Spiegel entgegen ;)
Im Allgemeinen bin ich ziemlich gesund, würde ich so spontan mal sagen. Bin 1,87m groß, wiege 72kg bei 5% KF. Durch den niedrigen KF Anteil fallen die Wassereinlagerungen natürlich besonders auf.
Cortisol habe ich im tagesverlauf checken lassen und hier gibt es zu keinem Zeitpunkt Auffälligkeiten (auch nach langen, intensiven Cardioeinheiten, selbst bei solchen im "fast-nüchtern-Zustand"), sondern im Grunde alles im optimalsten Zustand. Schilddrüsenwerte sind seit jeher super und noch nie Thema gewesen.

Nun spielt bei Wasseransammlungen meines WIssen Aldosteron einer der zentralen Rollen. Ich habe nun folgende Frage: Kann durch einen Salzmangel vermehrt Aldosteron ausgeschüttet werden und dadurch diese Wasseransammlungen erklärt werden? Ich muss ehrlich gesagt meine BLutwerte diesbzgl. erst noch checken lassen. Hintergrund meiner Vermutung: Ich esse im Grunde nie Fertigprodukte, salze mein Essen eigentlich auch nie, trinke sehr viel Wasser täglich und schwitze beim Sport zeitgleich jedoch wirklich extrem stark (tropfnass). Kann es dadurch so sein, dass der Körper das Natrium, das er noch hat, versucht zurückzuhalten und dadurch Aldosterin ausschüttet? D.h. könnte es sein, dass durch vermehrtes Salzen diese EInlagerungen reduziert werden oder provoziere ich sie dadurch erst recht?
Weitere Symptome, die evtl. auf einen Salzmangel hindeuten könnten wäre eine zeitweise Kraftlosigkeit. Kalium nehme ich übrigens über Obst und Gemsüe genügend zu mir.

Für Ideen/ Antworten bedanke ich mich schon jetzt recht herzlich.


 
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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#2 von Taren , 08.06.2015 10:48

Ich antworte mir mal selbst :-) Was ich vorhin noch vergessen habe, folgende Frage: Kann man selbst denn (medikamentenunabhängig) noch Einfluss auf den Aldosteronspiegel nehmen? Arginin kannhier wohl helfen, soweit ich weiß, aber sonst fällt mir selbst nichts mehr ein.. :-(


 
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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#3 von Siggi , 08.06.2015 12:43

Zu deinen Fragen möchte ich jetzt nicht antworten, aber um zu verhindern, dass sich an dir einige Leute ein Vorbild nehmen:

Als Sportler, der viel schwitzt, kann und sollte man gut und gerne 5-6 Gramm Salz intra und/oder Postworkout zu sich nehmen. Wer einmal eine Hyponatriämie hatte, weiß wovon ich spreche. Nachts aufwachen, schmerzhafte Krämpfe, Erbrechen, Schwindel und starker Kopfschmerz...

Ähnliches gilt natürlich auch für die anderen Elektrolyte, allen voran Magnesium bei Krämpfen.


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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#4 von MariKa , 08.06.2015 14:12

Ist deine Schilddrüse in Ordnung? Bei Hashimoto gibt's das ja auch mal!!


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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#5 von Taren , 08.06.2015 14:36

Danke für die Antworten!

@MariKa: Liebe MariKa, danke für Deinen Hinweis! Meine Schilddrüse ist jedoch absolut in Ordnung . von vorne bis hinten :-)

@Siggi: Lieber Siggi, ich wollte mich keineswegs als Vorbild präsentieren - das "Nicht-Salzen" war auch in dem Sinn kein beabsichtigtes Verhalten, sondern ein Nicht-Bedachtsein. Deshalb ja nun mein verstärkter Fokus auf das Salz. Verstehst Du, was ich meine?


 
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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#6 von Siggi , 08.06.2015 15:08

Hallo Taren,

ich verstehe was du meinst, auch schon vorher.

Du gibst beeindruckende Zahlen an, sodass der motivierte Leser, der deine Daten liest und das auch möchte, dann denken könnte:"Ich mache das ganz genauso wie er, sehe dann bestimmt auch bald so aus!". Überspitzt formuliert.


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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#7 von Pong , 09.06.2015 23:51

Hallo Taren,
Ich kenne dein Phänomen bei Schwangeren. Denen wurde früher bei zu starken Wassereinlagerungen oder zu starker Gewichtszunahme gerne salzarme Kost und Reistage zur Entwässerung verordnet. Meist hatten sie den Gegenteiligen Effekt und der Körper lagerte erst recht Wasser ein. Falls du nicht gerne salzig isst, in der Apotheke gibts auch Salztabletten und kosten nicht die Welt, aber der Salzstreuer ist deutlich günstiger. Du solltest vielleicht auch mal deine Trinkmenge überprüfen und wenn du soviel schwitzt noch nen extra Liter trinken.


LG
Corina


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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#8 von Markus , 10.06.2015 06:59

Hallo Taren,

was mir noch zu dem Thema einfällt ist neben Eiweimangel (wie hoch ist dein gemessenes Gesamteiweiß?) der Komplex Gluten: schonmal 3 Wochen probiert, alles Gluten wegzulassen, auch keine kleinen Spuren davon?


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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#9 von Taren , 10.06.2015 09:38

Danke für die Antworten, Corina und Markus.

@Corina: Ich salze nun die letzten tage deutlich mehr. Noch hat sich nichts getan, aber ich denke ich muss dem Ganzen wohl auch etwas Zeit geben. Meine Trinkmenge ist auf jeden Fall ausreichend hoch, ich denke mehr wäre da gar nicht unbedingt vorteilhaft.

@Markus: Mein Gesamteiweiß war beim letzten Test 7,6 oder 7,8 - ganz genau weiß ich das nicht mehr. Also schon eher recht hoch. Aber die Sache mit dem Gluten ist spannend und denke ich auf jeden Fall einen Versuch wert!

Einen guten Start in den Tag!


 
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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#10 von Markus , 10.06.2015 09:47

Dein Gesamteiweiß ist gut, ich bin neidisch!

Das mit Wassereinlagerungen durch Gluten erklärt auch zum Teile diese Bilder (nicht nur das Unterhautfettgewebe), leider sind nur die Gesichter zu sehen:
http://www.wheatbellyblog.com/2015/04/th...mation-gallery/


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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#11 von sVensationell , 14.08.2015 20:58

Ich hoffe es passt hier hinein, meine Tante hat nur an den Knöcheln Wassereinlagerungen. Hat hier vielleicht Erfahrungen mit solchen Ödemen und wie kann man was gegen jene tun?


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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#12 von Markus , 14.08.2015 21:50

Das dürfte zu 90% am "normalhohem" KFA liegen- mal ganz diskret, nur unter uns Klosterschülern: ist der nicht etwas zu hoch bei ihr? Zum Test kann man einfach abends direkt seitlich neben dem Schienbein einen Daumen fest reindrücken und nach zwei Sekunden loslassen: hat sich hier eine Delle gebildet, die sich nur langsam wieder zuürckbildet, und am Morgens geht es schneller, liegt es am Fett bzw. einer beginnenden (oder fast kompletten) Insulinresistenz.

Bei der durch den hohen Insulinspiegel bedingten Wasserzurückhaltung durch die Nieren und einer sitzendenTätigkeit "sackt" das Wasser in die unteren Extremitäten und kann sich über Nacht durch das horizontale Liegen wieder zurück in den Körper verteilen.


„Wenn man sich die Methoden betrachtet mit denen die Pharmaindustrie die Entscheidungsträger unter Druck setzt, so gehören die eigentlich in die mafiösen Strukturen.“
Uwe Dolata (Kriminalhauptkommissar) in "Das Pharmakartell: Wie wir als Patienten betrogen werden", Frontal21, 2008.


 
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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#13 von sVensationell , 14.08.2015 21:55

Nö, durch den Krebs und einhergehender Chemo hat sie sogar über 30 Kilo verloren und versucht ihr Immunsystem jetzt wieder aufzubauen.

Wurde nicht auch einmal bei Ödemen ein Eiweissmangel ins Gespräch gebracht?


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RE: Wassereinlagerungen: Aldosteron?

#14 von sVensationell , 17.08.2015 19:50

Vielleicht hat hier jemand ja ähnliche Erfahrungen mit Ödemen am Knöchel gemacht, denn ein zuviel an Speck, sind bei wahrscheinlich nicht der Grund, wobei sie vor der Erkrankung schon ein wenig mehr Figur hatte.


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