Darmkrebs

#1 von Mothami , 07.06.2015 12:03

Hallo,

eine Bekannte von mir mit 30 und kleinem Sohn hat Darmkrebs.
Sie hat jetzt moch 3 Chemos vor sich und ihr geht es nicht gut.
Vielleicht hat ja jemand Tipps oder auch einen guten Arzt?

Liebe Grüße
Isabell

 
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RE: Darmkrebs

#2 von Mothami , 07.06.2015 12:18

So also beim überfliegen der Suche bin ich mal auf folgende Sachen gestoßen:

- Olivenblattextrakt
- Vitamin D
- Vitamin A
- Vitamin E (Tocotrienole)

Meinungen oder Dosierempfehlung dazu?

Viel Eiweiß in der Ernährung wird denke ich auch gut tun oder?
Ansonsten redet man bei Krebs ja auch gerne mal von Low Carb. Was meint ihr dazu?

 
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RE: Darmkrebs

#3 von Markus , 07.06.2015 12:27

Hallo Mothami,

lies dich auch mal hier ein:
http://www.lef.org/Protocols/Cancer/Colorectal/Page-01

Wegen Lowcarb: wenn der TkTl1-Test positiv ausfällt, ja. Ansonsten während Chemotherapie empfehlenswert. Ansonsten gilt es vor allem das Immunsytem zu stärken, das geht in erster Linie durch Protein.


"Near the core of the religious experience is something deeply irrational." (Carl Sagan)

 
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RE: Darmkrebs

#4 von Mothami , 07.06.2015 12:38

Hi Markus,

okay also da sie gerade Chemo macht wäre Low Carb oder sogar Ketogen gut und Proteinshakes sozusagen auch? Wie siehts mit fasten aus?

Danke für den Link, den werde ich ihr weiterleiten. Ich schick auch mal die Krebs Artikel von Chris weiter, die hab ich gerade gefunden, dann können sie und ihre Familie sich einlesen.

Für Immunsystem und Magen Darm müsste doch auch Kartoffelstärke gut sein? Ich weiß nur nicht ob das jetzt was bringt.

Und an Kurkuma musste ich auch noch denken.

Lg Isabell

 
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RE: Darmkrebs

#5 von Luna , 07.06.2015 15:08

Hallo
N-Actylcystein (ACC-Akut) hilft bei der Eingiftung und baut Gluthation, das durch die Chemo massiv reduziert wird, wieder auf. Es kann (und muss) über längere Zeit genommen werden. Cystein ist das Mangelelement beim Aufbau von Gluthation. Alle anderen Komponenten sind i.a. bei ausreichender Proteinzufuhr ausreichend vorhanden.
Ansonsten: Schlafen, schlafen und nochmal schlafen in Abwechslung mit viel Bewegung möglichst an frischer Luft. Ist recht effektiv bei der Vermeidung von Müdigkeit.
Vitamin C Infusionen oder alternativ eine gute Portion liposomales vit. C sind auch noch eine Option. Tut dem Immunsystem gut und killt auch noch Krebszellen, von denen mit Sicherheit noch etliche im System kreisen. Immerhin sind etwa die ersten 12-24 Monate nach einer Chemo kritisch, da das Immunsystem ziemlich platt ist und der Körper 1-2 Jahre braucht, um das Gift wieder ganz los zu werden.
Glutamin hilft beim Schutz der Darmschleimhaut. Kann auch während der Chemo genommen werden. Wird z.T. sogar empfohlen.
LG


 
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RE: Darmkrebs

#6 von Mothami , 07.06.2015 15:13

Hi Luna,

danke dir, das werde ich direkt so weiter geben.

LG


 
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RE: Darmkrebs

#7 von sVensationell , 16.06.2015 19:20

Würdet ihr bei der Nachbehandlung von Brustkrebs genauso vorgehen? Das Immunsystem meiner Tante ist nach einer Chemo arg in Mitleidenschaft gezogen worden.

sVensationell  
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RE: Darmkrebs

#8 von Mr. Xu , 02.07.2015 00:44

Tipps darf man ja keine geben. Ich kann nur sagen was ich in diesem Fall machen würde. Nach meinen Erkenntnissen ist Krebs eine Zellteilungsstörung, in welcher die Zellsymbiose zwischen Archea und Mitochondrien aufgelöst wurde, da die Zelle im Zellteilungszyklus verharrt. Das kann viele verschiedene Ursachen haben, defekte Mitochondrien oder Substanzen die ihre Kommunikation stören. Oft begünstigt durch Selen und Vitamin D Mangel. Beispielsweise aufgrund fehlender Selenoproteine kann die Zellteilung im Fehlerfall nicht mehr korrekt abgebrochen werden oder das DNA ablesen funktioniert nicht mehr sauber, weil Vitamin D fehlt. Es gibt natürlich Schutzschaltungen wie das Tumorwächterprotein, aber die können Defekte haben, weil beispielsweise ein Folsäuremangel vorliegt und die Reparatur damit nicht ausreichend gegeben ist. Normalerweise leiten die Mitochondrien den Selbstmord ein, das funktioniert nun nicht mehr, wenn sie die Steuerung an den Zellkern, damit der ehemaligen Archae in der sie leben, übergeben haben. Sowas passiert öfters, pro Sekunde werden durchschnittlich 30.000.000 Zellen ersetzt. Dann gibt es immer noch das Immunsystem, welches den wiedererwachenden Einzeller aufspürt. Nur funktioniert dann auch schon durch jahrelange Defizite das Immunsystem nicht mehr so wie es soll. Der alternde Organismus versucht durch Absenken der Wachstumshormone dem lahm werdenden Immunsystem die Chance zu geben, diese Einzeller aufzuspüren und zu zerstören. Doch der westliche Zivilisationsmensch haut sich täglich Zuckerbomben mit Kohlenhydratfettgemisch und zahlreiche insulinotrope Milchprodukte, reich an Leucin rein. Zur Krönung gar Magermilch in der die mRNA fürs IGF-1 des Rindes schwimmt und von Milchtrinkers Zellen über Exosome aufgenommen werden, daraufhin seine Proteosome das IGF-1 produzieren, obwohl es gar nicht vom Zellkern abgelesen wurde. Schön das wir exakt das selbe Hormon wie das Rind haben, welches unsere endokrine Gegenregulation überfordert. Die permanente mTOR Übersteuerung fördert Krebs in der Enstehung auf Grund der Ansammlung von defekten Mitochondrien, da der reinigende Autophagieprozess durch diese anabolen Hormone reduziert wird. Mitochondrien werden immer von der Mutter über die Eizelle an den Nachwuchs weitergegeben. Sie vererbt die Mitochondriopathien, eben auch die erworbenen. Die 50.000 der Eizelle können gesund oder defekt bis zum Schädigungsgrad der Mutter sein. Das deutsche Mütter zum Kinderkriegen immer älter werden ist wenig förderlich, ebenso wie die Substanzen, welche Mitochondrien schädigen, z.B. Antibiotika. Weiter fördert die mTOR Übersteuerung nun das Wachstum dieser Einzeller, welche vorzugsweise Glukose ineffizient ohne Mitochondrien im Zellplasma vergären. Sie greifen auf ihre riesige DNA-Bibliothek zurück, welche Milliarden Jahre alte Stoffwechselwege und Überlebenstricks enthält. Tumorwissenschaftler berichten mit Begeisterung über ihre individuellen Krebszellen, was diese so alles drauf haben. Beispiel Fruktose, Tumorzellen aktivieren einen effizienten Fruktosestoffwechselweg, der in unserem Körper gar nicht vorkommt und ihnen erst so richtig die Energie zur Metastasenbildung liefert. (Zucker!)
Ein Plus ist unsere pflanzliche Ernährung, besonders Wildpflanzen, welche Stoffe zur Abwehr produzieren und von unseren Zellen genutzt bzw. toleriert werden können. Diese sekundären Pflanzenstoffe machen dem Tumor das Überleben schwer.
Solche würde ich dann mir auch in höherer Dosis einverleiben(Salvestrole, Antocyane, Crocetin etc.), nach dem ich meine Defizite wie Selen und Vitamin D (und alle anderen!) beseitigt hätte.
Curcumin als mitochondrialer Kommunikationsverstärker rund um die Uhr. Dann würde ich mit dem ABM Pilz mein Immunsystem zu TH1 shiften, damit die Krebszellen trotz Tarnung erkannt werden. Weiter würde ich das Endocannabinoid System benutzen, um Krebszellen den Selbstmord aufzuzwingen durch CBD-Öl und einem mehrwöchigem Urlaub in THC-Amsterdam. IF aber täglich drei Bioeier und falls dann doch noch ein Chemo notwendig ist dann ab 5. Fastentag, wo alle gesunden Zellen ihr Überlebensystem auf Maximum geschaltet haben. Davor sollte aber das Gluthationsystem ausreichend mit Eiern, Selen und hochdosiertem Vitamin B2 aufgefüllt sein. Sonst werden einfach zuviele normale Zellen getötet, die Schäden im Immunsystem sind verheerend. Begünstigt dann den nächsten Tumor.

PS Mitochondrien differenzieren nach der erfolgreichen Zellteilung die Zelle neu aus (Gewebetyp/Organ) oder leiten bei Bedarf den Selbstmord der Zelle ein, wenn sie wieder die Steuerung übernommen haben. Deshalb helfen Stoffe, die denn Mitochondrienstoffwechsel wiederherstellen bei der Ausdifferenzierung der Zelle, damit zur Rückkehr in den Gewebeverband oder zu ihrem kontolliertem Selbstmord.

PPS Ich habe ein ganz mulmiges Gefühl bei der Vereinfachung der Sachverhalte. Sollte aber Anreiz genug bieten selber nachzuforschen.

PPPS Hatte das Thema schon halb verfehlt. Eine böse Rolle spielt das Nitrat. Nitratbomben - Industriegemüse aka Nichtbiogemüse. Nitritpökelsalz - Wurstwaren, die nicht grau werden. Es gibt die Hypothese das Tumorzellen des Dickdarms eine Stoffwechselsymbiose mit dem Dickdarmmitbewohnern eingehen. Dabei bildet Nitrat den Ausgang für das ausgetauschte Energiesubsrat. Es reichen geringe Mengen, da dieses Substrat sich im Kreislauf befindet. Die Chinesen haben gesehen, dass die Nitratbelastung des Grundwassers mit Dickdarmkrebsfällen der Landbevölkerung korreliert. Ohne genau zu wissen was passiert haben sie die Belastung reduziert und damit sind auch die Dickdarmkrebsfälle zurück gegangen. Auf den Dünndarm entfallen nur 2% der Darmkrebsfälle. Ist jedem selbst überlassen, was er jetzt für einen Schluss zieht.

 
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RE: Darmkrebs

#9 von Tiger , 02.07.2015 07:50

Hallo Isabell

Darf ich fragen wie die bei Ihr den Darmkrebs diagnostiziert haben? Ist ja oftmal schwer..

Welche Symptome hatte sie?

Lg und Gute Besserung

Tiger

 
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RE: Darmkrebs

#10 von Bernd , 02.07.2015 10:04

Hallo Mr. Xu,

wenn ich Deinen Post richtig gelesen und verstanden habe ist die Aktivierung von mTor ein Krebskatalysator. Dann müßten aber vor allem ja auch alle Kraftsportler dieser Welt eine besonders hohe Krebskrankheitsrate aufweisen, denn da ist ja gerade die Aktivierung von mTor höchst erwünscht. Dazu kommt ja auch eine recht hohe Aufnahme von Leucin und anderen Aminosäuren bei der allg. Eiweißzufuhr, insbesondere auch durch konzentrierte Eiweißshakes etc.

Mit welchen Belegen kannst Du Deine aus meiner Sicht sehr gewagten Aussagen denn begründen? Mir ist so ein erhöhtes Risiko oder eine hohe Erkrankungsrate speziell z. B. bei Kraftsportlern nicht bekannt.

Gruß Bernd

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RE: Darmkrebs

#11 von Mothami , 02.07.2015 10:25

Hallo,

@Tiger leider weiß ich gar nicht wie das bei ihr Diagnostiziert wurde.

@Mr Xu: vielen dank, hört sich interessant an.

 
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RE: Darmkrebs

#12 von Chris (edubily) , 02.07.2015 12:57

Zitat
Mit welchen Belegen kannst Du Deine aus meiner Sicht sehr gewagten Aussagen denn begründen? Mir ist so ein erhöhtes Risiko oder eine hohe Erkrankungsrate speziell z. B. bei Kraftsportlern nicht bekannt.



Natürlich nicht. Weil es so etwas wie gibt "physiologische Bereiche". Der Körper ist stehts bemüht, eine adäquate Gleichgewichtungssituation zu wahren. Als Beispiel: mTOR reguliert auch die Immunzellen-Proliferation. Insofern stimmt es nicht, dass der Körper die Wachstumshormon-Werte absenkt, um das Immunsystem zum Wachstum anzuregen.

Man darf niemals den Fehler machen, und eine extrem komplexe Sache auf einen Nenner (hier: mTOR) zu "banalisieren".

Außerdem stimmt es auch nicht, dass Krebszellen ausschließlich Glukose (ohne Sauerstoff) vergären. Darüber hatte ich auch berichtet. Nämlich, dass es heute auch den "reverse warburg"-Effekt gibt.

MTOR spielt sicherlich eine Rolle. Ganz klar. Aber "ich aktiviere mehr mTOR und daraus folgt, dass ich Krebs bekomme" ist ungefähr so wie "ich esse keine Kohlenhydrate und dann kann der TUmor nicht wachsen". Auch darüber habe ich einen Artikel geschrieben.

Es gibt nahezu keine einzige Studie, die zeigt, dass der Krebs nach KH-Konsum abstirbt. Er wächst allerhöchstens langsamer.

Wo ich aber recht gebe: Wenn das mTOR-System aus dem Gleichgewicht gerät (man beachte: physiologisch vs. pathologisch), dann kann das das Auslösen des Zelltod-Programms stoppen (etc.) - aber wie Bernd schon richtig formuliert hat: Es gibt keine Studie, die zeigt, dass Kraftsportler alle Krebs bekommen.


Flee from goods that flee from thee; Seek ye not, for fortune seeketh thee.

 
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RE: Darmkrebs

#13 von Mr. Xu , 02.07.2015 23:17

Hallo Bernd,

Zitat von Bernd im Beitrag #10
wenn ich Deinen Post richtig gelesen und verstanden habe ist die Aktivierung von mTor ein Krebskatalysator.

Mhh, da hast Du mich mißverstanden, mTOR ist eher ein Nahrungssensor mit Regler. Er kann anabole Prozesse(Wachstum) induzieren und gleichzeitig katabole Prozesse beenden. Egal ob normale Zelle oder Krebszelle.

Zitat von Bernd im Beitrag #10
Dann müßten aber vor allem ja auch alle Kraftsportler dieser Welt eine besonders hohe Krebskrankheitsrate aufweisen, denn da ist ja gerade die Aktivierung von mTor höchst erwünscht. Dazu kommt ja auch eine recht hohe Aufnahme von Leucin und anderen Aminosäuren bei der allg. Eiweißzufuhr, insbesondere auch durch konzentrierte Eiweißshakes etc.


Mein Beispielmensch ist kein Sportler, sondern ein Auto fahrender Couchpotato, welcher sich keine 3km Tage am Tag bewegt, sein Frühstück beim Bäcker mitnimmt, vor dem Pizza-Mittagessen mit Fruchtsaft eine Cola trinkt, danach in die Gummibärchentüte greift, am Nachmittag sich einen Marsriegel nach dem Geburtstagskuchenstück der Kollegin reinschiebt und abends nach dem Wurstbrot vor der Glotze Schokolade und Chips zu einem Bierchen futtert. (Das Eisschlecken habe ich weggelassen.)

Ich dachte, dass ich hier nicht näher auf das Ying und Yang der anabolen und katabolen Stoffwechsellagen, d.h. mTOR und AMPK eingehen muss, weil Chris diese in seinem Buch schon als Grundlage gebracht hat. Jeder Sportler schafft mit seinem Training eine katabole Stoffwechsellage, die einen Adaptionsreiz setzt. z.B. Muskezellen zur Autophagie zwingt, damit werden defekte Proteinbestandteile entsorgt und mehr GLUT4 Rezeptoren gebildet, um mehr Glukose aufnehmen zu können. Der Sportler entleert seinen Kohlenhydratspeicher, welcher nun im Vergleich zum Couchpotato bei der nächsten Mahlzeit aufgefüllt werden muss. Der Couchpotato hat einen vollen Speicher, seine Bauchspeicheldrüse schaltet das Notprogramm Insulin an, weil die Glukose sonst die Transporkapazität des Blutes sprengt und toxische Verzuckerungen auslöst. Seine Zellen werden durch das Insulin-Signal gemästet, die zwangsaufgenommene Glukose wird als Fett gespeichert. Sie wehren sich, in dem sie die Insulinrezeptoren zurückbauen. Jetzt beginnt die Insulinresistenz, der nun ständig hohe Insulinspiegel blockiert Autophagie. Die Zellen bekommen Defekte insbesondere defekte Mitochondrien. Dadurch verschleisst die Bauchspeicheldrüse, ihre Mitochondrien können aufgrund der Defekte nicht mehr Energie zur Insulinproduktion liefern. Der jetzt zu hohe Glukosespiegel wird toxisch und lässt Wunden nicht mehr heilen und Nervenzellen absterben. Oft kommt dann noch Krebs und Demenz als Krönung oben drauf. (im Zeitraffer was nach Jahren und Jahrzehnten passiert, und ich habe die Wirkung der Fruktose weggelassen, welche für zuviel Nahrungsaufnahme und überfüllte Fettzellen sorgt) Dabei verschärft IGF-1 aus Milchprodukten für den Coupotato das Insulinsignal.
Der Sportler hat damit kein Problem, da seine katabole Stoffwechsellagen Reize zur Regneration setzen. Natürlich kann das auch ein Zuviel (Übertraining) sein, das beispielsweise die Schilddrüse eingreift um den Körper zur retten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Krebsentstehung durch defekte Mitochondrien ist gegenüber dem Couchpotato erheblich verringert. Wenn der Tumor dann mal da ist, wird dieser über IGF-1 auch beim Sportler genauso angeheizt wie jede andere Zelle auch. Der Sportler hat aber auch hier den Vorteil, dass seine GLUT4 Rezeptoren jede Menge Glukose aus dem Blut fischen und eine Konkurrenz für den Tumor darstellen. Beim Couchpotato gibt es für den Tumor paradiesische Zustände. Insulin und IGF-1 Signal, damit Glukose ohne Konkurrenz. Das Tumorwachstum ist damit beim Sportler verringert.
IGF-1 ist nicht böse, es hält und jung und lässt Verletzungen heilen. Es hilft aber auch einem Tumor beim Wachstum. Deshalb halte ich persönlich nichts davon, das endokrine und externe Wachstumssignal mir über eine andere Säugetierart zu zuführen.

Nach dem Fasten steigt das IGF-1 super an, dann habe ich auch einen entleerten Gykogenspeicher - (fast) ohne Insulin. Hatte ja erzählt, dass ich es in der Krebserkrankung auch 24h fasten würde und zur Chemo bzw. Radiotherapie 5Tage.

Krebszellen können verschiedene Stoffwechselwege ausbilden, durch hohe Mutationsraten und externe Reize. Das Melanom kontrolliert beispielsweise die Mitochondrien und hält diese unter Volllast. Der Reverse Warburg Effect ist für mich noch eine Hypothese, dass kann sich jede Zeit ändern, ich lass mich gern überzeugen.

Zurück zum Sport, Ausdauersport scheint mehr Vorteile zu bringen. Tour de France Teilnehmer leben >10 jahre länger. Der britische Alpine Club behauptet das selbe für seine Mitglieder die lebend über die Testosteronrisikogrenze von 45 Jahren gekommen sind.

Mit Krebserkrankung würde ich auch leichten Ausdauersport machen und schauen, dass mein Bindegewebe regelmäßig bewegt(gepflegt) wird.

Ich hoffe, dass ich hier keine all zu große kognitive Dissonanz ausgelöst habe.


 
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zuletzt bearbeitet 02.07.2015 | Top

RE: Darmkrebs

#14 von Wirbelwind , 03.07.2015 09:55

Mr. Xu und Chris,

danke für die Beiträge. Gute Diskussion!

Wie man immer wieder sieht, muss man sich vor "schnellen Ideen" bzw. "einfachen Maßnahmen" hüten. Im Körper spielt ein großes Sinfonieorchester mit tausenden von Spielern, da kann man nur mit eher komplexem Denken weiterkommen. Das ist nicht einfach für uns, da das menschliche Gehirn mit Komplexität sehr schnell überfordert ist. Ist ein Überbleibsel aus der Steinzeit. Da genügten in der Regel einfache Lösungen. Wir lieben diese einfache Lösungen. Aber sie führen in aller Regel nicht zum Ziel.

Krebs ist eine Systemerkrankung und keine Erkrankung eines speziellen Organs. Ein guter Ansatz ist die Gesundheit der Mitochondrien. Wenn man die optimiert, hat man schon viel gewonnen. Wie das geht, kann man ja hier im Forum nachlesen.

Just my 2 cents.


"Wir glauben Erfahrungen zu machen, dabei machen die Erfahrungen uns."

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RE: Darmkrebs

#15 von EHST , 03.07.2015 17:38

Der Fakt mit den Tour de France-Teilnehmern ist ja interessant. Woher hast Du das?

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