RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#16 von Mr. Xu , 17.07.2015 00:33

Ehrlich gesagt, ist das mit Kirschkernen auf Panzer geworfen. Hat er eine eindeutige Diagnose mit Verlust der Hirnmasse bekommen oder sind es nur Psycho-Tests?
Es wäre erstmal hilfreich die Ursache rauszufinden. Ein Volltreffer ist meist ein jahrzehntelanger hoher Homocysteinspiegel, welcher zu Dysfunktion der Bluthirnschranke führte.
Die daraufhin Ursache für Metalleinlagerung ist, schon bei normaler Umweltbelastung. Diese Metalle stören dann die Proteinfaltung durch oxidativen Stress und können nicht mehr abgebaut werden. Der Proteinmüll verhindert dann die Beweglichkeit der Mitochondrien, welche schliesslich den Zelltod aufgrund zu geringer ATP-Bildung einleiten. Ursache war vielleicht nur die jahrelange Einnahme eines Aluminium haltiges Magenmittels, welches die Nutzung des Intrinsic Faktors für die B12 Resorption verhinderte und das eventuell mit einem nicht seltenen Genpolymorphismus zur Nutzung der Folsäure im Homocysteinstoffwechsel gepaart. Auch der Helicobacter Pylori zieht sich das B12 ab, um sich vor dem NO des Immunsystems zu schützen. Homocystein checken und gegebenenfalls drücken! Dann auch Schwermetallausleitung (angeblich Koriander mit DMPS) und NEMs zur Herstellung der Bluthirnschranke.. (Lysin, Prolin, Vitamin C etc.) Phospholipide für den Membran, Protektoren des Membran wie Astaxanthin, Vitamin E und Stoffe wie Ginkgo und Curcumin.
Gegen den Helicobacter Pylori hilft auch Sulforaphan und viel Ascorbinsäure. Für die Entsorgung des Proteinmülls gibt es ein Hautkrebsmedikament Bexaroten, im Tierversuch wurde nach 48h der gesamte Proteinmüll rausgeholt. Das hat aber nicht die bereits entstandenen zellulären Schäden repariert. Denn meist ist bereits der Autophagieprozeß gestört. Dieser lässt sich eventuell mit Trehalose noch durchführen. Frage ist offen, wie man diese ausreichend in die Zellen bekommt. Resorption ist nicht üppig. Die Schäden sind meist soweit vorangeschritten, dass die Chancen nicht gut stehen. Es müsste sehr schnell konsequent und experimentell risikoreich gehandelt werden, nur wenige sind dazu bereit. Obwohl am Ende ein sehr qualvoller Tod steht, die wenigsten wissen das. Aus meiner Sicht noch grausamer als Krebs.

PS Wie siehts denn mit dem Schlaf aus(Regneration der Gliazellen)? Geruchs- und Geschmacksverlust?
PPS Bexaroten Alternative http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3295277/
PPPS Viel Bewegung, damit Neuronen wieder spriessen und Safran.



 
Mr. Xu
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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#17 von Performance_ , 17.07.2015 11:45

Hallo Mr. Xu,

vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht!

Es wurde in der Tat nie etwas eindeutig diagnostiziert. Momentan ist der Betroffene im Krankenhaus zur Kontrolluntersuchung über mehrere Tage. Ursprünglich kam er ja wegen Verdacht auf einen epileptischen Anfall ins Krankenhaus. Er war völlig neben der Spur, hat ganz wirre und sinnlose Sachen gemacht, konnte kaum Sprechen etc. Der Zustand hat sich wieder normalisiert, es wurde aber nicht eindeutig Epilepsie festgestellt. Er hat trotzdem vorbeugend ca. 5 Monate Tabletten gegen Epilepsie genommen, und in diesem Zeitraum ist auch nichts dem Vorfall Ähnliches aufgetreten.

Jetzt wurden die Tabletten mal probeweise 2 Tage weggelassen, und er hat sich direkt schlechter gefühlt (vor allen Dingen auf der psychischen Ebene). Nach Wiedereinführung ging es ihm schlagartig besser! Die Ärzte und Professoren raten ihm dazu, einfach die Tablette weiter zunehmen, auch weil keine bekannten Nebenwirkungen aufgetreten sind.

Es stehen jetzt noch einige Bluttests aus. Sein B12 ist ziemlich niedrig. Außerdem besteht der Verdacht auf Eisenmangel. Der Gesamteiweißspiegel ist auch an der Untergrenze. Hier wollen wir nun mal ansetzen.

Sport macht er nach wie vor, spielt Tennis, Nordic Walking etc. Vielleicht schafft er sich jetzt noch eine neues technisches Gerät an (Smartphone oder Laptop) um so seine Gehirnleistung mal wieder hochzufahren und neue Dinge zu erlernen.

VG
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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#18 von Max , 17.07.2015 17:48

In der neuen Ausgabe der ZEIT ist ein Artikel dazu im WISSEN-Teil.
Zurzeit werden 2 Medikamente getestet, deren bisherige Ergebnisse sehr gut klingen.
Falls die weiteren Ergebnisse auch so gut sein sollten, dauert es allerdings noch eine gewisse Zeit bis zur Medikamentenreife.
D.h. wer jetzt Alzheimer hat, für den könnte es dann eventuell zu spät sein.

In Zürich hat ein Professor (Roger Nitsch) festgestellt, dass es sehr viele über 100-jährige gibt, die über erstaunliche Gehirnleistungen verfügen.
Im Blut von eintausend superagers fand man spezielle Immunzellen, die das giftige Abeta (das Alzheimer verursacht) in Schach halten.
Nitsch hat ein Startup gegründet und jenen Antikörper - Aducanumab - erzeugt, den nun der US-Konzern Biogen zum Medikament machen will, derzeit laufen die Tests.



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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#19 von Mr. Xu , 17.07.2015 22:16

@Patrick
Bei niedrigem B12 auf jeden Fall das HCY bestimmen lassen und prüfen, ob das B12 auch ankommt mit MMS.
Den Proteinstoffwechsel wieder ankurbeln, da gibts hier in Fülle Infos und dann immer gezielt mit kurzer kataboler Belastung Autophagie induzieren, damit sich die Zellen regenerieren. IF ist das billigste und wahrscheinlich auch das Wirksamste. Ich bin ein Fan von Trehalose, diese sollte sowieso kiloweise im Haushalt rumstehen falls man sich mal den Finger abgeschnitten hat.
PS In dem Alter lohnt sich auch ein Defizitrundumcheck.

@Max
Bezüglich eines Alzheimer Medikaments bin ich skeptisch. Wenn es erkannt wird herrscht quasi schon multimorbider Totalschaden. Sowas mit einem einzelnen Wirkstoff zu "heilen" kann ich mir nicht vorstellen. Sowas funktioniert noch eher in der Prevention. Ich bin mir aber sicher, dass wir hier mit dem Wissen um den physiologischen Breich zwischen anabol und katabol so eine Pille nie benötigen werden.
PS Denn der Körper heilt sich immer noch selbst, wir können bisher nur (nach)helfen oder?


 
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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#20 von Max , 17.07.2015 23:09

ja, aber lies dir mal den Artikel in der ZEIT durch, mit dem Antikörper:
"... In der besten Gruppe war das Abeta nach einem Jahr nahezu vollständig entfernt worden ...". (Seite 30)

Abeta (Amyloid-beta) sind die schädlichen Eiweißablagerungen im Gehirn.



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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#21 von Cluhtu , 17.07.2015 23:17

Ich bin ein Fan von Trehalose, diese sollte sowieso kiloweise im Haushalt rumstehen falls man sich mal den Finger abgeschnitten hat.

Warum das? Wegen der Bakterien?


 
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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#22 von Max , 17.07.2015 23:49

Wenn ich eine Frage zu dem Foto über deinem Namen stellen darf, Cluhtu:
Ist das eine Katze?



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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#23 von Cluhtu , 18.07.2015 03:56

Klar darfst du. Nein, das ist ein Wombat :)



 
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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#24 von Mr. Xu , 18.07.2015 12:01

@Cluhtu
Nein, dafür dann doch lieber das Jod. Ich meine als Schutz der Wundfläche vor Austrocknung, d.h. Denaturierung der Proteine.

1998 http://www.spektrum.de/news/notoperation...fluessig/341713
mittlerweile Bestandteil von Organtransplantations- und Kryoschutzlösungen, aber auch Augentropfen etc.
http://www.patent-de.com/20030717/DE69529026T2.html



 
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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#25 von Max , 18.07.2015 12:10

Entschuldigung, auch wenn das nicht hierher passt
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...gIVyYssCh2WtwKO
(es ist nur wegen Cluhtus Foto)



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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#26 von Cluhtu , 18.07.2015 13:36

Ah okay. Das werd ich mir mal näher anschauen. Danke für die Rückmeldung. :)
Find deine Beiträge übrigens super Mr. Xu. Die haben mir jetzt schon n paar mal weitergeholfen.

Ja, das sind auf jeden Fall knuffige Tierchen. Von denen gibts einige schöne Videos auf Youtube. :)



 
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RE: Bevorstehende Demenz? Alzheimer?

#27 von Mr. Xu , 19.07.2015 22:43

Zitat von Cluhtu im Beitrag #26
Find deine Beiträge übrigens super Mr. Xu. Die haben mir jetzt schon n paar mal weitergeholfen.

Danke, das ging runter wie Öl! Ich habe meist alles selbst oder im familiären Umfeld verprobt. Habe da neben Erfolgen immer noch offene Baustellen..
Zitat von Performance_ im Beitrag #17

Jetzt wurden die Tabletten mal probeweise 2 Tage weggelassen, und er hat sich direkt schlechter gefühlt (vor allen Dingen auf der psychischen Ebene). Nach Wiedereinführung ging es ihm schlagartig besser! Die Ärzte und Professoren raten ihm dazu, einfach die Tablette weiter zunehmen, auch weil keine bekannten Nebenwirkungen aufgetreten sind.

@Patrick
Schau dir bitte an was für Tabletten er nimmt. Wenn er sie chronisch nehmen will, solltest du bei Uwe Gröber "Arzneimittel und Mikronährstoffe" nach den Nebenwirkungen des Wirkstoffs schauen. Bei den wenigsten Nebenwirkungen merkt man etwas sofort, man stirbt halt nur schneller. Meist wird ja die Brechstange ins Getriebe eingeführt. Man sollte sich immer wieder das Beispiel der Statine vor Augen führen, welche bei 50% der Einnehmenden zu irreversiblen Hirnschäden führen. (Leber und Niere sowieso..)


 
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